Arnica

Abbildung ArnicaKanusommer Fotolia.com

Deutsche Bezeichnung: Arnika

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: D2 - D12

Arnica montana, die Echte Arnika, gehört zu den Korbblütlern. Als Gebirgspflanze ist sie in den Alpen und den Pyrenäen sowie auf dem Balkan beheimatet; findet sich jedoch auch in nördlichen Gegenden wie dem Baltikum und in Südschweden. In Deutschland gilt ihr Bestand als gefährdet; hier steht sie auf der so genannten Roten Liste und genießt besonderen Schutz.
Arnica wächst als krautige Pflanze sowohl in Tälern als auch in Höhenlagen bis zu 2.800 m. Sie erreicht eine Wuchshöhe von 20 - 60 cm und trägt auf einem kaum verzweigten Stängel mit nur wenigen Laubblättern eine aromatisch duftende, leuchtend gelbe Blüte.

Trotz ihrer Bekanntheit weist Arnica eine relativ kurze Geschichte als Heilpflanze auf. Sie fand zwar vermutlich bereits in den Aufzeichnungen der Nonne Hildegard von Bingen Erwähnung; bekam hier als "Wolfsgelegena" jedoch vor allem aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Nachdem Arnica unter Namen wie "Donnerwurz" oder "Johannisblume" lange Zeit vornehmlich als Zaubermittel für Erntesegen und als Kräuterblume zur Marienverehrung eingesetzt wurde, erlangte sie ab dem 18. Jahrhundert als "Bergwohlverleih" endlich auch Bedeutung in der Heilkunst. Ihr diesbezüglicher Gebrauch war jedoch stark umstritten, da Arnica sowohl bei innerlicher wie äußerlicher Anwendung unerwünschte Effekte hervorruft. Mittlerweile wird von Einnahmen sogar ganz abgeraten und lediglich noch die Wirkung über die Haut beworben.

Anwendung von Arnica


Die Homöopathie nutzt die toxischen Reize von Arnica gegen Traumata und Verletzungen aller Art. Dabei kommt sie gegen physische und psychische Zerschlagenheit gleichermaßen zum Einsatz; sie gilt als DAS Schmerzmittel schlechthin. Ihre Anwendung reicht von Stoß-, Quetsch- und Weichteilwunden über blaue Flecken und postoperativen Beschwerden bis zu Kummer und Schock.
Jede Berührung und jeder Druck verschlechtern; Liegen mit erhöhter Fuß- und tiefer Kopflagerung verbessern den Zustand eines Betroffenen.

Erscheinungsbild von Arnica


Dem Einsatz der Pflanze gegen sämtliche äußeren Gewalteinwirkungen entsprechend tritt der typische Arnica-Mensch als ängstliches und empfindliches Wesen in Erscheinung. Er ist sehr schreckhaft und möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden - auch und vor allem dann, wenn es ihm sichtlich schlecht geht und er Hilfe bräuchte. Sein Kopf- und Brustbereich neigen zu Blutandrang; sein Atem und sämtliche Ausscheidungen zu fauligem Geruch.

Darreichungsformen von Arnica


Als Mittel zur Akutbehandlung kommen oft schon sehr niedrige Potenzen zum Einsatz; die Einnahme als vorbeugendes oder Nachbehandlungs-Mittel erfolgt in der Potenz D30. Desweiteren findet sich Arnica in vielen Präparaten zur äußeren Anwendung.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Arthritis (Gelenkentzündung)der Schmerz ist eher dumpf. Man hat das Gefühl als sei das Gelenk verrenkt.
Erschöpfung/ Schwächenach geistigen oder körperlichen Anstrengungen, auch bei Erschöpfung nach langen Reisen oder Jetlag durch Zeitverschiebung. Nimmt man Arnica vorsorglich ein kann man Müdigkeit als auch Muskelkater vermeiden.
bei Jetlag im Wechsel mit Nux vomica
Gelenk-und Rückenschmerzendas Gelenk fühlt sich an als sei es verrenkt oder geschlagen worden und ist stark berührungsempfindlich.
Hexenschuss (Lumbago)bei Hexenschuss, der durch eine Verletzung ausgelöst wurde. Patient fühlt sich wie zerschlagen.
KnochenverletzungenArnica ist das erste und wichtigste Mittel bei Verletzungen durch Stoß, Schlag,Prellungen oder Abschürfungen. Auch bei Schockzuständen durch Verletzungen.
Krampfadernberührungsempfindliche, gestaute Krampfadern mit einm Gefühl wie gequetscht oder geprellt.
oder Ruta
Muskelkaternach zu langer körperlicher Anstrengung oder Überanstrengung. Muskeln fühlen sich wie zerschlagen und sind berührungsempfindlich. Besserung durch Ruhe und Liegen, Verschlimmerung durch Bewegung und Berührung.
Nasenblutennach einer Verletung oder einem Schlag auf die Nase sowie bei einer Verletzung der Nasenschleimhaut. Auch nach großer körperlicher Anstrengung.
Schlafstörungenbei Übermüdung nach körperlicher Anstrengung, häufig mit Muskelschmerzen. Patient wälzt sich im Bett hin und her und findet keine Ruhe.
Schock nach Unfall und Verletzungenbei Verletzungsschocks und akuten Verletzungen
Schwangerschaft/GeburtAnhaltende Beckenbodenschmerzen, sowohl während der Schwangerschaft bei Mutterbanddehnung als auch in der Rückbildungsphase.
Schwindel (Vertigo)nach Kopfverletzungen wie Schädelprellung oder Gehirnerschütterung, was unbedingt vom Arzt abgeklärt werden muss. Auch bei Drehschwindel, der zum Hinfallen führt.
Sehnenscheidenentzündungnach Überanstrengungen oder Verletzungen. Patient ist berührempfindlich. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.
oder Ruta
Sehnenzerrungmit Schmerzen und Schwellung. Patient ist sehr berührungsempfindlich und fühlt sich kaputt und zerschlagen.
VerletzungenErstmittel bei jeglicher Verletzung wie Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen, Blutungen, Wunden, auch Schnittwunden. Auch bei durch traumatische Verletzungen auftretender Meningitis oder Epilepsie und Verletzungsschock.
Verstauchung/ Verrenkung/ Prellungbesonders in Verbindung mit Blutergüssen und Schwellungen ist Arnica das Hauptmittel. Es sollte schnellstmöglich eingenommen werden. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.
Zahnschmerzenmit ziehenden oder dumpfen Schmerzen z. B. nach dem Bohren oder Zahnextraktion. Auch bei Verletzungen des Zahnfleischs oder Druckbeschwerden durch Zahnersatz sowie bei geschwollener Wange.

Anwendungsinformationen

Arnica in der Schwangerschaft

Arnica kann Schwangerschaftserbrechen lindern und behandelt Pilzerkrankungen (Candida albicans). Das Mittel wird jedoch vorwiegend gereicht bei körperlichen Traumata in der Schwangerschaft, die eine Fehlgeburt auslösen könnten, beispielsweise Stürze, Quetschungen des Bauches, Unfälle etc.. Es wird gegeben, wenn die Kindsbewegungen als sehr schmerzhaft empfunden werden. Das Mittel reguliert die Wehen unter der Geburt und mindert den Geburtsschmerz. Es erleichtert die Nachgeburt. Arnica reduziert die Blutung und den Wundschmerz bei Kaiserschnitten und Dammschnitten. Es kann dazu auch schon vor der Geburt dargereicht werden.

Arnica für Säuglinge

Bei Zangen- oder Saugglocken-Geburten beschleunigt Arnica das Abklingen der körperlichen Symptome wie Schwellungen oder Blutergüssen. Es hilft dem Kind seelisch über das Geburtstrauma hinweg.

Nebenwirkungen von Arnica

Da das Mittel auch wehenfördernd ist, sollte es in der Schwangerschaft nicht dauerhaft eingenommen werden. Vereinzelt wird über allergische Reaktionen gegenüber Arnica berichtet.

Arnica Dosierung

Als Soforthilfe gibt man fünf Globuli Arnica D6. Zur Prophylaxe von Wundheilung und Reduzierung von Blutungen ist eine einmalige Gabe C30 eine Woche vor dem zu erwartenden Ereignis indiziert. Babys und Neugeborene erhalten bei vorliegender Indikation eine einmalige Gabe von drei Globuli D30.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Liegen, der Kopf ist dabei tiefer
  • Ruhe

Verschlechterung:

  • Berührung
  • Bewegung
  • Erschütterung
  • Feuchte Kälte
  • Feuchtigkeit

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


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