Cantharis

Deutsche Bezeichnung: Spanische Fliege

Stoffart: Ganzer Käfer

Typische Potenzen: D6 - D12

Cantharis vesicatoria ist die veraltete Bezeichnung für die so genannte Spanische Fliege, ein Insekt aus der Familie der Ölkäfer. Sie bzw. er ist Südeuropa und dem afrikanahen Mittelmeerraum beheimatet; findet seine Ausbreitung jedoch auch in mitteleuropäische Gebirgslagen bis 1.700 m Höhe. Die Larven durchlaufen während ihrer Entwicklung drei verschiedene Stadien und ändern dabei jeweils ihren Körperbau und ihre Farben. Ausgewachsene Tiere erreichen eine Körperlänge zwischen 9 und 21 mm; sie besitzen einen metallisch-grünen Leib mit ebensolchen Deckflügeln.

Bei drohender Gefahr sondern die Männchen der Spanischen Fliege aus verschiedenen Körperöffnungen ein übelriechendes Sekret ab, das die menschliche Haut bis zur Blasenbildung reizen kann. Eine Aufnahme über den Mund und die Verdauungsorgane führt zu Entzündungen und Nierenschäden.
Diese Wirkung war bereits im antiken Griechenland bekannt. Hier wurde das Gift der so genannten "Blasenkäfer" zur Vollstreckung von Todesurteilen eingesetzt. Darüber hinaus fand es als Einreibung zur Behandlung von unliebsamen Tätowierungen Verwendung.

Desweiteren galten die zu Pulver zerstoßenen Körper der Spanischen Fliege als wirksames Mittel bei Harnwegserkrankungen. Aufgrund der dabei möglichen Nebenwirkungen war das Präparat ein zwar unberechenbares, aber weit verbreitetes und bekanntes Aphrodisiakum.

Anwendung von Cantharis


In der Homöopathie wird ausschließlich von den haut- und harnwegsreizenden Eigenschaften des Cantharis-Giftes Gebrauch gemacht. Hier hilft es bei blasenbildenden, brennenden Ausschlägen aller Art und kommt bei Versengungen, Verbrennungen 1. und 2. Grades sowie bei Sonnenbrand und -allergie zum Einsatz.
Desweiteren gilt Cantharis als bewährtes Mittel bei entzündlichen Beschwerden von Nieren, Blase oder Harnleiter, die sich durch Berührung, Wasserlassen oder Aufnahme kalter Getränke verschlimmern; durch Wärme und Reibung jedoch bessern.

Erscheinungsbild von Cantharis


Cantharis hat eine große Affinität zu sämtlichen Hautarealen sowie zu seiner Harn- und Sexualfunktion. Er leidet unter fixen Ideen, krankhaft gesteigerter Erregbarkeit und der Angst vor glitzernden Gegenständen.
Seine kolikartigen Stuhlgänge sind häufig von blassrotem, zähem Schleim begleitet; der Harn geht meist nur tröpfchenweise ab.
Cantharis empfindet sämtliche Schmerzen als brennend. Trotz ständigem großen Durst ekelt er sich vor der Aufnahme von Flüssigkeiten. Sein Blick aus feurig-glänzenden Augen ist starr und vermittelt den ihm innewohnenden Drang zu kategorischem Widerspruch.

Darreichungsformen von Cantharis


Die häufigsten Anwendungen für Cantharis liegen zwischen D6 und D12; wegen der starken Giftwirkung ist es in darunter liegenden Potenzen verschreibungspflichtig.
Cantharis findet in Form von Canthariden-Pflaster als so genannter "weißer Aderlass" Anwendung. Hierbei werden der in den Hautbläschen entstehenden Flüssigkeit gift-, schlacke- und schmerzableitende Eigenschaften zugesprochen.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Blasenbeschwerden und Blasenentzündungenbrennende Schmerzen im unteren Beckenbereich. Starker Drang, Wasser zu lassen, allerdings kommen nur wenige Tröpfchen. Der Schmerz ist dabei schneidend, sehr brennend oder schießend. Urin enthält oft Blut.
Gürtelrosedie Schmerzen fühlen sich an wie nach Verbrennungen. Die Blasen sind eher groß, zusammenfließend und begleitet von starkem Juckreiz. Besserung durch Kälte.
Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3.
Schwangerschaft/GeburtBei Blasenentzündungen, die mit schmerzhaftem Harntröpfeln einhergehen.
Sonnenbranddie Haut sticht und brennt, es bilden sich Bläschen.
Verbrennungenerstes Mittel bei jeder Art von Verbrennung oder Verbrühung, bevor sich Blasen bilden. Auch zur Schmerzlinderung und bei Sonnenbrand.

Anwendungsinformationen

Cantharis in der Schwangerschaft

Blasenentzündungen treten in der Schwangerschaft häufig auf. Mit Cantharis behandelt man diese Infekte, wenn beim Wasserlassen ein starkes Brennen auftritt und trotz Druckgefühl in der Blase nur wenig Urin abgeht. Das Mittel kann während der gesamten Schwangerschaft und auch in der Stillzeit verabreicht werden.

Nebenwirkungen von Cantharis

Zu Beginn der Therapie mit Cantharis können sich die Symptome kurzfristig verstärken. Das Mittel ist ansonsten frei von Nebenwirkungen. Cantharis sollte in der Eigenmedikation nur in den Potenzen D6 oder D12 angewendet werden.

Cantharis Dosierung

Man reicht Cantharis in der Potenz D6 mit drei Gaben am Tag. Zu Beginn einer Blasenerkrankung oder bei akuten Verbrennungen mit Blasenbildung sowie Sonnenbrand kann die Dosis viertelstündlich eingenommen werden, bis sich eine erste Besserung der Symptome zeigt, und verlängert die Abstände dann auf vier bis sechs Stunden. Sobald die Beschwerden deutlich abklingen, sollte das Mittel auf eine dreimalige Gabe von fünf Globuli reduziert werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Ruhe
  • Wärme

Verschlechterung:

  • Berührung (bereits bei Annäherung)
  • Gehen
  • Stehen
  • Trinken (vor allem von Kaffee)

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


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