Euphrasia

Deutsche Bezeichnung: Augentrost

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: D6 - D12

Euphrasia, der Augentrost, ist ein Sommerwurzgewächs. Die zwischen 5 und 25 cm große Pflanze gedeiht auf mittel-, west- oder südeuropäischen Wiesen bis in Höhenlagen von etwa 2.300 Metern und trägt eiförmiges, gezahntes Laub. Die auseinander klaffenden weißen Blütenblätter lassen einen einzelnen gelben Fleck sehen, der von strahlenförmig angeordneten, violetten Adern umgeben ist.

Der hübsch anzusehende Euphrasia trägt zahlreiche Bei-, Kose- und Spottnamen. Schon seine wissenschaftliche, aus dem Griechischen stammende Bezeichnung bedeutet "Frohsinn" -- und diesen Wesenszug vermittelt er auch als Heilpflanze: seine Verwendung als Augenmittel brachten ihm im Volk Bezeichnungen wie "Augentrost" oder "Augendank" ein; im Englischen nennt man ihn "Eyebright" (Augenglanz) und im Französischen gar Casselunette, den Brillenbrecher. Tatsächlich wurden und werden Euphrasia fast überall große Leistungen auf dem Gebiet der Erhaltung oder Wiederherstellung der Sehkraft nachgesagt.
In manchen Gegenden aber schätzte man ihn gar nicht und gab ihm weniger schmeichelhafte Namen wie "Wiesenwolf" oder "Milchdieb". Diese sind darauf zurückzuführen, dass Euphrasias Saugwurzeln anderen Pflanzen die Nährstoffe entziehen, sie so am Wachsen hindern und damit die Futtergrundlage und die Milchausbeute des Weideviehs gefährden.

Anwendung von Euphrasia


Die aus den getrockneten Blüten gewonnenen Auszüge bzw. Aufgüsse finden ihre Hauptanwendung bei trockenen, brennenden oder juckenden Augen mit roten Lidrändern, die ein starkes Druckgefühl erzeugen.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Hustenreize mit Absonderungen aus Augen und Nase, die mit oder ohne Fieber verlaufen können. Während der Tränenfluss hierbei auffallend scharf ist, gibt die Nase nur milde Sekrete ab.
Beide Beschwerdebilder verstärken sich bei Wind und an der frischen Luft; finden durch den Genuss von Kaffee oder bei Dunkelheit jedoch Linderung.

Erscheinungsbild von Euphrasia


Euphrasias äußerlich erkennbare Merkmale stehen in engem Zusammenhang mit seinem Leiden: die Pupillen sind häufig geweitet, was die Betroffenen lichtempfindlich macht und zu häufigem Zwinkern veranlasst.

Darreichungsformen von Euphrasia


Euphrasia findet in sehr gut verträglichen Augentropfen mit der Potenz D3 Verwendung.

Bei Herstellung eines eigenhändig zubereiteten Aufgusses zur Augenspülung ist auf peinlichste Hygiene der Hände zu achten.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Bindehautentzündung (Konjunktivitis)Fremdkörpergefühl mit stark trändenden, häufig brennenden Augen. Die Bindehaut ist geschwollen und rot. Zum Abend nimmt die Lichtempfindlchkeit vor allem gegen Kunstlicht zu.
Heuschnupfen/ allergischer Schnupfenmilder Fließschnupfen mit heißen, brennenden Tränen. Die Augen sind rot entzündet und geschwollen. Es kommt zu häufigen Niesanfällen, auch harter Husten ist möglich.
Husten/ Bronchitislockerer Husten mit viel Schleim.
Schnupfenmilder Schnupfen mit wässrigem Nasensekrtet und brennenden Tränen. Oft in Verbindung mit häufigen Niesanfällen. Die Augen sind rot und geschwollen.

Verbesserung:

  • Augen wischen
  • Blinzeln
  • im Freien

Verschlechterung:

  • abends
  • bei Wärme
  • grelles Licht
  • im Haus oder der Wohnung
  • Wind

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt!


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