Hypericum

Abbildung HypericumGabriella88 Fotolia.com

Deutsche Bezeichnung: Johanniskraut

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: Urtinktur - D12

Hypericum perforatum, das Echte Johanniskraut, gehört zu den so genannten Hartheugewächsen (heute Hypericaceae). Es ist in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet; wächst mittlerweile aber auch in Ostasien, Australien sowie Nord- und Südamerika. Als anerkannte und nutzbringende Heilpflanze wird Johanniskraut in allen Verbreitungsgebieten landwirtschaftlich angebaut; gedeiht durch seine Anpassungsfähigkeit jedoch auf fast allen Untergründen selbständig.
Die 50 - 100 cm hohe Pflanze wurzelt bis zu einen halben Meter in die Erde hinein und trägt an ihrem mit Mark gefülltem Stängel länglich-ovales, mit Öldrüsen besetztes Laub. Die gelben Blätter der in Dolden zusammenstehenden Einzelblüten enthalten den roten Farbstoff Hypercin, der bei Hautkontakt im Sonnenlicht Verfärbungen hinterlässt.

Johanniskraut galt bereits in der Antike als vielfältig anwendbares Mittel und wurde u.a. gegen Menstruationsbeschwerden und zyklische Verstimmungen eingesetzt. Das aus den Blüten gewonnene Rotöl kam im äußerlichen Gebrauch bei Beschwerden des Bewegungssystems wie Verstauchungen, Hexenschuss oder Rheuma zur Anwendung.

Heute gilt Johanniskraut als DAS Mittel gegen leichte bis mittelschwere Depressionen. Um seine diesbezüglichen Eigenschaften durch orale Einnahme nutzen zu können, werden die voll entfalteten Blüten mazeriert; d.h. ihre Wirkstoffe werden durch mehrwöchiges Einlegen in Sonnenblumen- oder Olivenöl und gelegentliches Schütteln herausgelöst. Nach modernen Erkenntnissen beruhen die Effekte von Johanniskraut auf dem Zusammenspiel verschiedener Inhaltsstoffe. Da sein Gebrauch jedoch zahlreiche Neben- und Wechselwirkungen nach sich zieht, sind höher dosierte Johanniskraut-Präparate verschreibungspflichtig.

Anwendung von Hypericum


In der Homöopathie wird Johanniskraut vornehmlich bei Verletzungen von nervenreichem Gewebe sowie des Steißbeins, des Gehirns und des Spinalkanals angewandt. Als mögliche Ursachen hierfür kommen operative Eingriffe oder Gewalteinwirkungen wie Quetschungen, Stiche und Bisse in Frage. Gleichzeitig beugt der Einsatz von Johanniskraut dem Ausbruch von Tetanus und der Entwicklung einer traumatisch bedingten Neuritis (Nervenentzündung) vor.
Die Betroffenen empfinden von der verletzten Stelle wegschießende oder den Nervenstamm hinunter wandernde, kribbelnde Schmerzen; ihre Wunden sind sehr berührungsempfindlich. Bewegung, Druck, Kälte und Nebel erhöhen die Beschwerden; durch Ruhe, Liegen auf dem Gesicht oder dem Bauch und Rückwärtsbeugen tritt Besserung ein.

Erscheinungsbild von Hypericum


Entsprechend der volkstümlichen Verwendung von Johanniskraut leiden Hypericum-Patienten unter starken, nervösen Depressionen mit Gedächtnisschwäche. Sie vergessen häufig, was sie sagen woll(t)en und haben das Gefühl, in die Luft gehoben zu werden bzw. aus großer Höhe herabzufallen. Ihren Kopf empfinden sie als stark vergrößert oder bis auf einen winzigen Punkt zusammengezogen; das Gehirn scheint locker zu sitzen. Die Fingerspitzen sind zerquetscht und die Glieder rucken.

Darreichungsformen von Hypericum


Johanniskraut kommt als Urtinktur oder in Potenzen bis D12 zur Anwendung.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Verletzungenbei Nervenverletzungen sowie bei Verstauchungen und Prellungen der Wirbelsäule, bei Steißbeinprellung sowie geprellten Fingern und Zehen.
Verstauchung/ Verrenkung/ Prellungmit stechenden Schmerzen, auch bei Prellung der Wirbelsäule, des Steißbeins, der Finger und Zehen.
ZahnschmerzenSchmerzen strahlen in den Ober- oder Unterkiefer aus, obwohl der Zahn entfernt wurde. Verbesserung durch Kühlung, Verschlimmerung durch Wärme.

Anwendungsinformationen

Hypericum in der Schwangerschaft

Hypericum hilft bei der Heilung körperlicher und seelischer Wunden. Es wird nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch im Wochenbett bei depressiven Verstimmungen gegeben. Man verabreicht es nach der Entbindung, wenn die Geburt sehr anstrengend bzw. traumatisch verlaufen ist, hauptsächlich dann, wenn dabei ein operativer Eingriff vorgenommen wurde oder es zu anderen Gewebeverletzungen gekommen ist, z.B. Sectio, Dammschnitt, Dammriss, PDA, überdehntes Gewebe.

Nebenwirkungen von Hypericum

Das Mittel in homöopathischer Verdünnung ist frei von Nebenwirkungen. Hypericum sollte nur dann zur Anwendung kommen, wenn das Erscheinungsbild zu der jeweiligen Symptomatik passt. Von einer Daueranwendung in niedriger Potenz (bis D12) ist abzusehen. Höhere Potenzen (ab C30) sollten am besten in Absprache mit einem Homöopathen dargereicht werden.

Hypericum Dosierung

Wie oft und in welcher Potenz das Mittel verabreicht werden sollte, orientiert sich an der Einzelsituation. Als Richtwert gibt man D12 bis zu fünfmal täglich zu Therapiebeginn, ändert nach maximal zwei Tagen bei Bedarf auf eine Gabe D30 wöchentlich.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Kopf nach hinten beugen
  • Mit dem Gesicht nach unten liegen
  • Stillliegen

Verschlechterung:

  • Berührung
  • Erschütterung
  • Feuchtigkeit
  • Kälte
  • Nasskaltes Wetter
  • Schock

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!

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