Lycopodium

Abbildung LycopodiumMartina Berg Fotolia.com

Deutsche Bezeichnung: Bärlapp

Stoffart: Pollen des Bärlappmooses

Typische Potenzen: D6 - D12

Lycopodium clavatum, der Keulen-Bärlapp, gehört zur Gattung der Gefäßsporenpflanzen. Er ist in Mittel- und Nordeuropa beheimatet, findet sich aber auch in Russland, Amerika und Asien oder in den tropischen Gebirgszonen Afrikas. Die moosartige Pflanze besteht aus einem etwa 0,5 - 4 m langen Bodenspross und bis zu 30 cm hohen Seitenstängeln. Die nadelartigen Laubblättchen tragen an der Spitze je ein Haar, deren Gesamtheit die Triebe einem pelzigen Tierfuß ähneln lässt. Von dieser Erscheinung leiten sich sowohl die botanische Bezeichnung als auch der Beiname "Wolfsklaue" ab.

Keulen-Bärlapp bildet in kleinen, gelben Ähren Sporen, die bei Kontakt mit Feuer erstaunliche Eigenschaften zeigen und daher von Pyrotechnikern als Effektmittel genutzt werden. Zerreibt man die Samenträger, entsteht ein pudriges Pulver, das in der Kriminalistik und bei der Kondomherstellung Anwendung findet.
Die krautigen, bodenbedeckenden Teile der Pflanze dagegen sind giftig. Schon geringe Mengen der darin enthaltenden Alkaloide wirken auf Kleintiere tödlich; beim Menschen führen sie zu leichten Muskellähmungen.

Anwendung von Lycopodium


Die aus den Pollen des Mooses gewonnene Substanz wird in der Homöopathie als Konstitutionsmittel für geistig rege, aber physisch schwache Patienten eingesetzt. Die Wirkung erstreckt sich auf die Leber sowie die Schleimhäute der Harn-, Atmungs- und Verdauungsorgane. Dementsprechend kommt Lycopodium bei allen Arten von diesbezüglichen Beschwerden wie Harndrang, Kurzatmigkeit, Hustenreiz durch Kehlkopfkitzeln, Appetitlosigkeit, Völlegefühl oder Blähungen zur Anwendung.
Die Leiden bessern sich durch frische Luft, langsame Bewegungen oder die Aufnahme warmer Speisen und Getränke; zwischen 16 und 20 Uhr sowie durch einengende Kleidung, Wärme oder rechtsseitiges Liegen verschlimmern sie sich.

Erscheinungsbild von Lycopodium


Ebenso vielfältig wie das Einsatzgebiet von Lycopodium sind die typischen Erscheinungsbilder, die mitunter gegensätzlich und paradox wirken. So haben die Patienten häufig Heißhunger und großen Appetit, sind aber bereits nach dem ersten Bissen satt; ihr Teint wechselt dabei von der üblichen falben Grundfarbe zu rot. Trotz trockenem Mund verspüren sie keinen Durst und haben häufig zwei unterschiedlich temperierte Füße.
Auch Lycopodiums Wesen ist widersprüchlich: einerseits rechthaberisch und diktatorisch, leidet er gleichzeitig an mangelndem Selbstvertrauen und fürchtet, Stress nicht bewältigen zu können. Fühlt er sich wohl, sucht und liebt er die Gesellschaft anderer Menschen; bei Unwohlsein möchte er allein gelassen werden und zieht sich zurück. Lycopodium hat trotz hohem Intellekt ein schlechtes Gedächtnis und lässt beim Schreiben Buchstaben aus. Sein Schlaf ist schon im Babyalter gestört; häufig ist er nachts munterer als am Tag, träumt schlecht und wacht mit Heißhunger auf.

Darreichungsformen von Lycopodium


Die üblichen Anwendungen für Lycopodium liegen zwischen D6 und D12.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
AbnehmenVerdauungsprobleme: Blähungen mit Kugelbauch
AbnehmenVerdauungsprobleme, Verstopfung allgemein
Appetit, vermehrtHeißhunger entsteht vor allem nachts, nach wenigen Bissen bereits Völlegefühl. Großes Verlangen nach Süßigkeiten. Neigung zu Blähungen und Sodbrennen.
BauchschmerzenVöllegefühl und Blähungen schon nach kleinen Mahlzeiten. Quälendes, langanhaltendes Aufstoßen (Sodbrennen)
Blähungender Bauch ist aufgebläht, man fühlt sich voll und hat Sodbrennen. Einengende Kleidung ist unangenehm. Vor allem nach Süß- und Mehlspeisen oder nach Knoblauch und Zwiebeln rumpelt es im Bauch. Beschwerden verschlimmern sich nachmittags und gegen Abend.
Blasenbeschwerden und BlasenentzündungenBlasenentzündung in Verbindung mit Rückenschmerzen. Vor allem bei nächtlichem Toilettengang fließt der Urin anfangs langsam, manchmal erst nach Pressversuchen. Der Urin riecht übel und kann eine rotbraune Farbe haben.
Depressive Verstimmungenständig schlechte Laune verbunden mit Ängste, die täglichen Aufgaben nicht bewältigen zu können. Mangelndes Selbstwertgefühl wird mit einem aufgeblasenen, überheblichen Auftreten überspielt. Widerpsruch wird kaum ertragen.
Gerstenkorndas Gerstenkorn liegt eher in der Nähe des inneren Augenwinkels.
HaarausfallHaarausfall nach Erkrankung, häufig einhergehend mit fahler Haut und dem frühzeitigem Ergrauen der Haare. Auch bei Haarausfall nach der Schwangerschaft.
Magen-/ Darmbeschwerdennach dem Essen Druckgefühl im Magen bis hoch in die Brust mit Blähungen und Aufstoßen. Nachts verschlimmern sich die Beschwerden. Im Gegensatz zu Asa Foetida ist Lycopodium bei nicht riechenden Blähungen angezeigt.
Magenübersäuerungschon nach wenigen Bissen Völlegefühl und starkes Sodbrennen, häufig auch Blähungen.
Sodbrennen/ saures Aufstoßenschon nach wenigen Bissen Völlegefühl und starkes Sodbrennen, häufig auch Blähungen.
StressAngst und innerer Druck, Aufgaben und neuen Situationen nicht gewachsen zu sein. Starke emotionale Schwankungen bis zu Depressionen. Patient hat ein geringes Selbstbewusstsein, verhält sich tyrannisch und verträgt keinen Widerspruch.
Verdauungsstörungen/ MagenverstimmungSodbrennen, Blähungen und Verdauungsstörungenen nach zu kohlehydratreicher Kost. Enges um den Bauch wird nicht vertragen. Großes Verlangen nach Süßigkeiten und nächtlicher Hunger.

Anweundungsinformationen

Lycopodium in der Schwangerschaft

Lycopodium ist ein gut verträgliches natürliches Heilmittel für Schwangere, die unter starken, krampfartigen Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall, begleitet von Sodbrennen, leiden. Das Mittel dämmt auftretenden Heißhunger auf Süßigkeiten. Es findet Anwendung bei hormonell bedingtem Haarausfall nach der Schwangerschaft.

Lycopodium für Säuglinge

Das Mittel hilft bei Dreimonatskoliken. Stillkinder reagieren mit starken Blähungen und Aufstoßen auf alles, was von der Mutter gegessen wurde. Das Bäuchlein ist aufgetrieben und druckempfindlich. Es sind laute, rumorende Bauchgeräusche zu hören.

Nebenwirkungen von Lycopodium

Es sind keine Nebenwirkungen in der Selbstmedikation mit Niedrigpotenzen (bis D12) bekannt. Lycopodium sollte nur so lange angewendet werden, wie die Symptomatik besteht, da sonst ein Arzneimittelbild entwickelt werden kann. Es ist ratsam, die Therapie mit Hochpotenzen von einem Homöopathen begleiten zu lassen.

Lycopodium Dosierung

Akute oder leicht chronische Symptome behandelt man mit fünf Globuli oder Tropfen in den Potenzen D6 oder D12. Man gibt dreimal täglich 5 Globuli. Säuglinge erhalten bei Bedarf eine einmalige Gabe D12.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Aktivität
  • Bewegung
  • frische Luft
  • heiße Nahrung
  • in der Nacht
  • lockere Kleidung
  • Wärme

Verschlechterung:

  • am frühen Morgen
  • extreme Hitze und Kälte
  • kalte Getränke
  • kalte Luft
  • mangelnde Bewegung
  • nach dem essen (verbunden mit Müdigkeit, zwischen 16-20 Uhr)
  • warme, geschlosse Räume

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


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