Robinia

Deutsche Bezeichnung: Robinie, Falsche Akazie

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: D6 - D12

Robinia pseudoacacia, die Gewöhnliche Robinie, gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Der ursprünglich in Nordamerika beheimatete Baum fand im 17. Jahrhundert rasche Verbreitung als attraktive Bepflanzung europäischer Park- und Gartenanlagen. Von dieser Verwendung rührt auch die Bezeichnung "Robinie" her, die Carl von Linné zu Ehren des französischen Gärtners Jean Robin prägte. Der wissenschaftliche Name und der häufig verwendete Begriff "Falsche Akazie" dagegen spielen auf die Ähnlichkeit mit Akazien an, mit denen die Robinie allerdings nicht verwandt ist.
Um sich im Wachstumsstadium gegen Fressfeinde zu schützen, sind Robinien-Schößlinge mit bis zu 3 cm langen Dornen ausgestattet. Ausgewachsene Bäume erreichen je nach Standort eine Höhe zwischen 12 und 30 Metern. Ihre häufig in Doppelform ausgebildete, schirmartige Krone wird von gedrehten Ästen mit etwa 15-30 cm langen, gefiederten Laubblättern gebildet. Diese können durch kleine Gelenke abgewinkelt werden und ermöglichen es der Robinie, direkte Sonneneinstrahlung und damit einhergehenden Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden.

Die angenehm duftenden, weißen Blüten stehen in üppigen Trauben zusammen und bilden 5-10 cm lange Schoten mit pergamentartiger Außenhülle, die am Baum hängend überwintern. Die darin enthaltenen, bis zu 30 Jahre keimfähigen Samen werden durch den Wind fortgetragen; können aufgrund ihres hohen Eigengewichtes jedoch nur kurze Strecken überwinden. Desweiteren finden Robinien durch Wurzelsprossen Vermehrung und können andere Baumarten rasch verdrängen.
Robinienholz ist aufgrund seiner Elastizität und Widerstandsfähigkeit ein beliebtes Material im Bogen-, Möbel- und Schiffsbau sowie in Bergwerken.

Neben den ohnehin in Samen und Borke enthaltenen Giften bilden sich in alterndem Holz oder im Inneren von Stämmen unter bestimmten bio-chemischen Prozessen weitere toxische Stoffe, die Bauchschmerzen, Übelkeit und Brechreiz hervorrufen.

Anwendung von Robinia


Genau diese Eigenschaften nutzt die Homöopathie. Die Rinde von Stamm oder Wurzel kommt gegen sämtliche Arten von Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Erbrechen, Verstopfungen, Blähungen, Durchfall oder Koliken; aber auch gegen Migräne zum Einsatz.
Paradoxerweise verbessern sich die beschriebenen Leiden durch Aufnahme von Nahrung; werden durch fetthaltiges Essen oder während der Nacht jedoch verstärkt.

Erscheinungsbild von Robinia


Als auffälligstes Merkmal für eine Robinia-Anwendung gilt saures Erbrechen, das zum Stumpfwerden der Zähne führt.

Darreichungsformen von Robinia


Da selbst der bei der Verarbeitung von Robinienholz entstehende Staub giftig ist, sollte die Anwendung niedrigpotenzierter Robinia-Präparate nur unter fachkundiger Anleitung erfolgen. Die üblichen Potenzen liegen im Bereich zwischen D6 und D12.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Magen-/ Darmbeschwerdensaures Aufstoßen und ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein. Die Beschwerden treten vor allem nach dem Essen, beim Bücken oder im Liegen auf. Der Geschmack im Mund ist säuerlich. Auch der Stuhl hat häufig einen Geruch.

Anwendungsinformationen

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Essen

Verschlechterung:

  • fetthaltiges Essen
  • nachts

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!

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