Aconitum

Abbildung Aconitum
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Deutsche Bezeichnung: Eisenhut

Hauptanwendungsgebiete: Panikattacken, Schock, Angina pectoris, fieberhafte Erkältungen, Krupp-Husten

Stoffart: Giftpflanze

Typische Potenzen: Aconitum wird häufig in den Potenzen D6, D12, C30 und C200 verwendet, seltener in den Potenzen D4, D30 oder C1000.

Verschreibungspflichtig: Bis D3

Aconitum, der Eisenhut, gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Er ist heute in Europa, Asien und Amerika beheimatet, stammt aber ursprünglich aus Sibirien und hat sich von dort im Zuge der Eiszeit ausgebreitet. Alle in Mitteleuropa vorkommenden Arten stehen unter Naturschutz. Seinen Namen trägt der Eisenhut wegen der helmartigen Blüte, die aus mehreren unterschiedlich geformten Blütenblättern besteht.

Die giftige Pflanze ist Gegenstand zahlreicher Mythen und Legenden. Überall dort, wo sie vorkommt, weiß man über ihren Einsatz als todbringende Waffe zu berichten. Die griechische Sagenwelt erzählt, dass Herakles den dreiköpfigen Höllenhund Kerberos niederrang, um ihn König Eurystheus zu bringen und damit seine zwölfte Heldentat abzuleisten. Die gefesselte Bestie soll sich beim Verlassen der Unterwelt und dem Anblick des Tageslichtes derart entsetzt haben, dass sie direkt vor den Höhleneingang auf den Boden spie. Aus der Lache seines Geifers wuchs kurze Zeit später der Eisenhut. Tatsächlich benötigt die Pflanze zum Gedeihen nur sehr wenig Erde; ihr Name bedeutet wörtlich übersetzt "ohne Staub". In der Homöopathie finden alle Teile samt Wurzelknollen Anwendung.

Anwendung von Aconitum

Aconitum hilft bei negativen Gemütsregungen, die durch Ärger oder Schreck entstehen und durch trockene, kalte Winde sowie um Mitternacht begünstigt werden. Sie treten typischerweise sehr plötzlich auf und sind durch heftige Schmerzen, Ruhelosigkeit und (Todes-) Angst gekennzeichnet. Als Konstitutionsmittel mit Wirkung auf Herz und Kreislauf ist Aconitum vor allem bei Patienten in Schockzuständen angezeigt; kommt aber ebenso bei allen akut einsetzenden Entzündungs- und Erkältungsbeschwerden sowie bei unvollständig eröffnetem Muttermund und Harnproblemen von Säuglingen zum Einsatz.

Erscheinungsbild von Eisenhut

Aconitum ist robust und lebhaft, hat einen vollen Puls und häufige Schwindelgefühle. Er erkrankt rasch, wird aber genauso schnell wieder gesund.

Darreichungsformen von Eisenhut

Die für Aconitum üblichen Potenzen liegen zwischen D4 und D12. Aufgrund der extremen Giftigkeit der Pflanze sind alle Darreichungen bis D3 verschreibungspflichtig.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Ängste bei Angstattacken, Panikgefühlen und bei Schock ausgelöst durch Unfall oder Krankheit. Angst vor dem Sterben oder dem Tod.
Bindehautentzündung (Konjunktivitis) plötzliche heftige Schmerzen ausgelöst durch kalten, trockenen Wind. Die Bindehaut ist trocken, gerötet und heiß ebenso die Augenlider. Ist ein Fremdkörper der Verursacher, sollte der Augenarzt aufgesucht werden.
Durst, groß großer Durst besonders auf kalte Getränke bei hohem Fieber.
Erkältung/ Grippe/ fieberhafter Infekt plötzliches Auftreten und schnell steigendes Fieber, oft in Verbindung mit schnellem Puls. Infekt wird ausgelöst durch kaltes, trockenes Wetter oder Zug. Der Patient wirkt ängstlich und unruhig und empfindet großen Durst. Aconitum ist das Mittel für das Anfangsstadium.
Fieber bei akutem Fieber, das nachts ausbricht, ausgelöst z. Bsp. durch Zugluft, häufig in Verbindung mit Schüttelfrost und klopfendem,harten Puls. Die Haut ist heiß und trocken, Patient fühlt sich ängstlich, unruhig und ist sehr durstig.
Halsschmerzen Halsschmerzen als Folge von kaltem, trockenem Wind und als möglicher Vorbote eines grippalen Infektes im Anfangsstadium. Die Schmerzen sind stechend und treten plötzlich auf, häufig in Verbindung mit hohem Fieber. Der Patient hat großen Durst und Schweißausbrüche.
Hexenschuss (Lumbago) Aconitum ist das wichtigste Mittel, das zuerst in Frage kommt bei sehr starken, Schmerzen mit Steifheit bis zu Bewegungsunfähigkeit, häufig in Verbindung mit der Angst sich zu bewegen. Wärme, Druck und Berührung verschlimmern die Beschwerden.
Husten/ Bronchitis plötzlich beginnender, nächtlicher Husten. Der Husten ist trocken und pfeifend, er kann ein Erstickungsgefühl hervorrufen. Patient friert, ist unruhig und ängstlich. Auch bei Pseudokrupp geeignet.
Kummer/ Trauer bei plötzlichen, unerwarteten Ereignissen, die einen großen Schrecken und mit großer Heftigkeit erfahren werden z. B. einem unerwarteten Todesfall.
Menstruationsbeschwerden wenn die Periode zu spät einsetzt und eher schwach ist, ausgelöst durch einen grippalen Infekt oder Schock.
Migräne plötzlich auftretende, heftige, stark pulsierende Schmerzen an Schläfen und Stirn, hauptsächlich in der linken Gesichtshälfte. Patient ist ängstlich, ruhelos und sehr durstig. Auslöser sind Zorn, Furcht und Angst. Beschwerden verschlimmern sich durch laute Geräusche, Bewegung und Reden. Besserung an frischer Luft und bei Ruhe in einem abgedunkelten Raum.
Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3.
Nackenschmerzen akute Steifigkeit mit sehr starken Schmerzen bei der geringsten Bewegung. Wärme verschlechtert die Beschwerden.
Ohrenschmerzen plötzlich auftretende, heftige Schmerzen, häufig in Verbindung mit hohem Fieber. Ursache ist oft Kälte und trockener, kalter Wind.
Ruhelosigkeit bei physischer und psychischer Ruhelosigkeit mit Herzklopfen, Atemnot, bösen Vorahnungen, großer Angst bis hin zu Todesfurcht.
Schlafstörungen Albträume durch seelische Belastungen und Angst, besonders geeignet im Alter.
Schock nach Unfall und Verletzungen bei akuten Schock-, Angst- und Panikzuständen.
Stress bei starkem psychischem Stress, der durch ein plötzliches Ereigniss ausgelöst wird. Bei Angstzuständen und Panikattacken bis hin zu Todesangst.
Verletzungen gegen akuten Verletzungsschock.
Verstauchung/ Verrenkung/ Prellung zu Beginn, vor allem bei sehr starke Schmerzen.
Zahnschmerzen bei plötzlich auftretenden, heftigen, schießenden Zahnschmerzen. Auslöser können Zugluft, kalter Wind, eine beginnende Erkältung oder Ärger sein. Verschlimmerung abends und in der Nacht.

Anwendungsinformationen

Aconitum Dosierung

Aconitum wird üblicherweise in der Potenz D30 gereicht. Man gibt stündlich fünf Globuli, bis eine Besserung eintritt. Alternativ können 10 in Wasser gelöste Kügelchen im Abstand von fünf Minuten schluckweise eingenommen werden. Kinder bzw. Neugeborene erhalten eine einmalige Gabe von drei Globuli D30.

Aconitum Wirkung

Aconitum wirkt auf das zentrale Nervensystem, Herz und Kreislauf, die Gelenke und die Atemwege.

Aconitum in der Schwangerschaft

Neben der Behandlung von Erkältung und grippalen Infekten in der Schwangerschaft, gilt Aconitum als Sofortmittel, wenn bei der Gebärenden während der Entbindung plötzlich Todesängste auftreten, die die Geburt erschweren. Man gibt es auch, um die Nachgeburt zu erleichtern und nachgeburtliche Brustentzündungen zu therapieren, sowie bei Harnverhalten, das sowohl bei der Mutter als auch beim Säugling im Wochenbett auftreten kann.

Aconitum für Neugeborene

Das Mittel hilft bei der Überwindung des Geburtstraumas, vor allem bei Kaiserschnittkindern oder sehr kompliziert verlaufenen Entbindungen. Gibt man das Mittel direkt nach der Geburt, senkt man das Risiko einer Neugeborenen-Gelbsucht.

Aconitum für das Baby

Aconitum ist das Hauptmittel zur Behandlungen von Krupp-Husten. Typischerweise tritt der Husten vor Mitternacht auf.
Aconitum hilft bei plötzlich auftretenden Erkältungen mit hohem Fieber.

Häufig waren die Säuglinge zuvor kaltem Wind oder Zugluft ausgesetzt. Die Babys sind ruhelos, sehr durstig und haben verengte Pupillen.

Aconitum für Hund, Pferd und Katze

Aconitum hilft bei Brustdrüsenentzündungen. Die Tiere bekommen ganz plötzlich Schüttelfrost mit anschließendem, sehr hohem Fieber. Sie sind ruhelos und ängstlich, so dass die Untersuchung erschwert ist. Die Entzündung der Brustdrüsen entwickelt sich meist dann, wenn die Tiere an Plätzen stehen, wo sie kaltem Wind ausgesetzt sind.

Das Mittel ist hilfreich bei Koliken, die sehr plötzlich während der Nacht auftreten. Das Tier ist schreckhaft, unruhig und ängstlich. Auslöser der Kolik ist kalter Wind oder Zugluft.

Nebenwirkungen von Aconitum

Es sind keine Nebenwirkungen verzeichnet. In der Stillzeit sollte Aconitum nicht direkt vor dem Stillen genommen werden, sondern mindestens 15 Minuten zuvor, besser noch danach.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Im Freien
  • Ruhe
  • Sobald der Patient anfängt zu schwitzen.
Verschlechterung:
  • Berührung
  • Schock oder Schreck
  • Kalter, trockener Wind
  • Nachts
  • Licht und Geräusche
  • Im warmen Zimmer

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!