Chamomilla

Deutsche Bezeichnung: Kamille

Hauptanwendungsgebiete: Zahnungsbeschwerden, grippale Infekte, Mittelohrentzündung, Bauchschmerzen und Arthritis

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: Chamomilla wird häufig in den Potenzen D6, D12, C6 und C12 verabreicht. Die Urtinktur wird zur äußerlichen Anwendung verordnet.

Chamomilla

Chamomilla (dt.: Kamille) ist beheimatet in vielen Gebieten in Europa und Nordafrika. Kamille wächst an Wegrändern, Böschungen und auf Ackerland. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 50 cm und hat einen unverwechselbaren Geruch. In der heutigen Zeit ist Chamomilla vor allem als homöopathisches Mittel bekannt. Es ist nicht verschreibungspflichtig und typische Potenzen sind D2 bis D6. Das Ausganssubstat des homöopathischen Mittels ist die ganze blühende Pflanze. Die vielseitige Arzneipflanze ist bereits seit langer Zeit für ihre heilende und schmerzlindernde Wirkung bekannt. Erste Berichte über den Einsatz von Kamille als Heilpflanze gibt es bereits aus der frühen Antike.

Kamille ist ein beliebtes homöopathisches Mittel, das überwiegend zur Behandlung gegen Stress und Schmerzen eingesetzt wird.

Anwendung von Chamomilla

Chamomilla zeigt in der Homöopathie ein breites Anwendungsspektrum. Das gesamte Nervensystem, Haut, Atem- und Geschlechtsorgane sowie der Verdauungstrakt profitieren von der heilsamen Wirkung. Es wirkt Zahnbeschwerden entgegen, hilft bei Husten und Kopfschmerzen. Es lindert Magenbeschwerden, die mit krampfartigen Blähungen einhergehen.

Das Mittel beschleunigt die Heilung von Hautwunden. Es wird auch gegeben bei schmerzhafter Regelbutung. Kindern gibt man Chamomilla bei Unruhezuständen, die durch Schmerzen verursacht werden, insbesondere bei Zahnungsbeschwerden und Blähungskoliken.

Erscheinungsbild von Chamomilla

Die Patienten sind generell sehr empfindsam, schnell übellaunig, verärgert und ungeduldig. Sie sind reagieren auf Schmerzen mit Überempfindlichkeit und nervöser Reizbarkeit, klagen über reißende Schmerzen am Kopf, der Muskulatur und Sinnesorgane. Die Symptome sind krampfartiger Natur. Schmerzhafte Blähungen, galliges oder saures Erbrechen, grünliche, nach faulen Eiern riechende Durchfälle und dunkle, von anhaltenden Krämpfen begleitete Regelblutungen gehören zum Erscheinungsbild des Mittels. Chamomilla-Patienten berichten häufig von in die Oberschenkel ziehenden Ischiasbeschwerden.

Charakteristisch für das Mittel sind unterschiedlich gefärbte Wangen (blass / hochrot) sowie ein allgemeines Hitzegefühl, begleitet von Durst und heißem Schweiß.

Darreichungsformen von Chamomilla

Chamomilla wird als Urtinktur oder Globuli in den Potenzen D2 bis D6 gereicht. Äußerlich kann es als Umschläge verabreicht werden, um eiternde Wunden zu heilen.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Bauchschmerzen Blähungskoliken und krampfartige Bauchschmerzen gerade bei reizbaren, ärgerlichen Kindern. Äußeres Zeichen ist oft, dass eine Wange rot ist und die andere blass. Durch Wärme werden die Schmerzen gelindert.
Durchfall der Durchfall wirkt unverdaut, hat eine grüne Farbe und stinkt nach faulen Eiern. Sehr hilfreich auch bei Kindern während des Zahnens.
Ohrenschmerzen äußerst stechender Schmerz, oft einseitig. Eine Wange ist rot, die andere blass. Besonders bei Kindern geeignet, die häufig jähzornig sind.
Reizbarkeit, Ärger heftige Zornanfälle besonders bei Kindern. Patienten sind sehr schmerzempfindlich und nervös. Wichtiges Kindermittel, für Kinder, die herumgetragen werden wollen und denen man nichts recht machen kann.
Schlafstörungen wach liegen wegen Zorn und Ärger. Sehr gut geeignet für Kinder während des Zahnens, die reizbar oder ärgerlich sind und herumgetragen werden möchten.
Zahnschmerzen unerträglich heftige Schmerzen. Eine Gesichtshälfte ist heiß und rot, die andere blass. Verschlimmerung in der Nacht, durch kalte Luft sowie durch warme Speisen oder Getränke. Patient ist sehr gereizt und unruhig. Sehr geeignet auch für Kinder und Säuglinge während des Zahnens.
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Anwendungsinformationen

Chamomilla Dosierung

Man reicht Chamomilla in der Potenz D6, ggf auch D12, dreimal täglich mit fünf Globuli, bei akuten Beschwerden auch bis zu fünfmal pro Tag.

Säuglinge mit Zahnungsbeschwerden oder Blähungskoliken nehmen das Mittel idealerweise mit der Muttermilch auf. Sie erhalten ansonsten drei Globuli in etwas Wasser gelöst.

Mit dem Abklingen der Beschwerden sollte auch das Mittel abgesetzt werden.

Chamomilla Wirkung

Chamomilla verfügt über ein breites Wirkungsspektrum. Es wirkt auf die Nerven, den Verdauungstrakt, die Atemwege und die weiblichen Geschlechtsorgane.

Chamomilla in der Schwangerschaft

Auch wenn Chamomilla zu den klassischen Kindermitteln gehört, findet es in der Schwangerschaft in einigen Bereichen Anwendung. Es hat sich bewährt bei Zahnbeschwerden, Ohrenschmerzen und pochenden, halbseitigen Kopfschmerzen.

Man gibt es bei Blähungen und Magenschmerzen, die nach dem Genuss von Kaffee auftreten. Die psychische Wirkung von Chamomilla erstreckt sich auf starke Stimmungsschwankungen, wobei hier Emotionen wie Ärger und Wut im Vordergrund stehen.

Chamomilla für das Baby

Chamomilla ist sicher das wichtigste Zahnungsmittel in der Homöopathie für Babys. Zusätzlich zu den Zahnungsbeschwerden leiden die Babys unter einer akuten Erkältung mit Fieber und Husten oder unter Durchfall. Der Zahndurchbruch scheint den Babys unerträgliche Schmerzen zu bereiten. Sie sind kaum zu beruhigen und äußerst gereizt. Eine Seite des Gesichts ist rot und die andere ist blass.

Das homöopathische Mittel ist ebenfalls hilfreich bei Bauchkoliken. Die Babys leiden von den ersten Tagen an unter krampfartigen Bauchschmerzen in Verbindung mit starken Blähungen. Diese bringen keine Erleichterung. Druck verschlimmert die Schmerzen.
Chamomilla wird häufig eingesetzt bei Mittelohrentzündung. Die Schmerzen verschlimmern sich bei Druck und im Freien. Warme Anwendungen lindern die Schmerzen.

Allgemein ist Chamomilla ein Mittel für Kinder, die überempfindlich auf Schmerzen reagieren, denen es nachts schlechter geht, die herumgetragen werden möchten und deren Beschwerden sich durch Wärme und warme Anwendungen bessern.

Chamomilla für Hund, Pferd und Katze

Chamomilla ist ein bewährtes Mittel zur Behandlung von Koliken bei Pferden. Der Bauch der Tiere ist aufgetrieben wie eine Trommel. Blähungen gehen zwar ab, bringen aber keine Erleichterung. Auffällig ist die Ruhelosigkeit der Tiere. Sie werfen sich vor lauter Schmerzen hin, springen wieder auf oder schlagen gegen die Box. Die Koliken treten meist während der Nacht auf. Linderung der Schmerzen bringen lokale Wärmeanwendungen.

Das homöopathische Mittel kann Hündinnen nach der Geburt helfen, wenn diese die Milch zurückhalten, sobald die Welpen saugen wollen. Die Tiere machen einen gereizten Eindruck.

Nebenwirkungen von Chamomilla

Chamomilla wirkt am besten, wenn Erscheinungsbild und Symptome übereinstimmen. Babys und Kleinkinder sollten in der Selbstmedikation nicht in hohen Potenzen (ab D30) behandelt werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Bewegung
  • Getragen werden (bei Kindern)
Verschlechterung:
  • Ärger
  • Aufregung
  • Berührung
  • Hitze
  • Kaffee
  • nachts (morgens um 9 und abends von 21-24 Uhr sind Beschwerden am schlimmsten)
  • warme Speisen
  • Wut und Zorn

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin
Inhaltliche Betreuung

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!