Echinacea

Deutsche Bezeichnung: Schmalblättriger Sonnenhut

Hauptanwendungsgebiete: Infektanfälligkeit, Müdigkeit, schlecht heilende Wunden, Blutvergiftung

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: In der Selbstbehandlung akuter Erkrankungen werden häufig die Potenzen D2, D6 und D12 eingesetzt.

Der Sonnenhut gehört zu den Korbblütlern und kommt ursprünglich aus Nordamerika, wird in Europa als Gartenpflanze kultiviert. Die Wurzel enthält u.a. Echinacosid, ätherische Öle und Harze. Die Indianer zerkauten sie, um Hals- und Zahnschmerzen zu lindern. Echinacea ist sowohl in der Pflanzenheilkunde als auch in der Schulmedizin ein anerkanntes Heilmittel. Die Homöopathie verwendet die ganze frische Pflanze zur Blütezeit.

Anwendung von Echinacea

Das homöopathische Echinacea wird zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Es findet Anwendung bei bakteriellen Infektionen, Fieber und Atemwegserkrankungen. Man gibt es bei eitrigen Hauterkrankungen und Entzündungen der Lymphgefäße.

Erscheinungsbild von Echinacea

Der Schmalblättrige Sonnenhut zeigt Fiebersymptome mit Schläfenkopfschmerz, Frösteln und erhöhtem Puls bei begleitender allgemeiner körperlicher Schwäche. Das Gesicht ist bis zum Hals stark gerötet, Mundwinkel und Lippen trocken und rissig, die Zunge geschwollen, prickelt. Man leidet unter kneifenden Bauchschmerzen mit dünnen, gelbgefärbten Stühlen und Blähungen, stößt sauer auf, hat nach dem Essen Völlegefühle. Erbrochenes sieht aus wie Kaffeesatz.

Nase und Rachen sind entzündet, sondern übelriechende Schleime ab, die Schleimhäute sind bläulich-schwarz. Das Zahnfleisch ist wund und geschwollen. Es kommt zu wiederkehrenden Fieberschüben mit deutlichem körperlichem Abbau. Man fühlt sich benommen. Auf der Haut bilden sich Eiterbeulen nach Verletzungen, sie heilt schlecht. Hautabsonderungen und abfließender Eiter stinken unangenehm.

Die Patienten haben ein schwaches Herz, Schmerzen in der Herzgegend. Sie sind ohne Antrieb, bewegen sich sehr langsam, sind geistig erschöpft.

Darreichungsformen von Echinacea

Man gibt die Urtinktur bei akuten Entzündungen oder Infekten. Zur kontinuierlichen Steigerung des Immunsystems werden Potenzen bis D4 sowohl oral als auch in Ampullen dargereicht.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Blutvergiftung Die Patienten entwickeln eine Blutvergiftung nach häufigen und lang anhaltenden Fieberschüben, nach körperlicher Anstrengung und von Unterkühlung.
Drüsen Geschwollene Lymphknoten und entzündete Lymphgefäße durch Eiter im Blut, auch im Falle einer Blutvergiftung. Bei entzündeten Brustdrüsen.
Erkältung/ Grippe/ fieberhafter Infekt Bei akuten Atemwegsentzündungen, fieberhaften Infekten, Schnupfen und Husten.
Fieber Von Schüttelfrost begleitetes Fieber mit Schwitzen in der oberen Körperhälfte, das durch bakterielle Infektionen entsteht, auch bei Kindbettfieber.
Hautausschlag/ Ekzem, trocken und/ oder feucht Zur Behandlung von blasigen Hautausschlägen mit Eiterbildung. Bei Lippen- und Genitalherpes sowie bei Herpes zoster (Gürtelrose). Auch bei schlecht heilender Haut bei Diabetes, nach Verletzungen, Verbrennungen oder Tierbissen, bei Bildung von Eiterbeulen (Furunkel, Karbunkel) und Abszessen, bei nicht heilenden Unterschenkelgeschwüren (Ulcus cruris) und Wundrose. Die Haut reagiert sehr gereizt auf Insektenstiche, Schlangenbisse und Pflanzengifte.
Herbstdepression Infektanfälligkeit, Durchfall, Fieber, Müdigkeit D6, drei- bis fünfmal täglich, bei akutem Bedarf im Stundenrhythmus
Müdigkeit Allgemeine Müdigkeit, Schwächegefühl und Abmagerung durch ein geschwächtes Immunsystem.

Anwendungsinformationen

Echinacea Dosierung

Zur Eindämmung einer anfänglichen Infektion kann Echinacea D2 oder D4 bis zu fünfmal täglich mit fünf Globuli gereicht werden. Kinder erhalten drei Kügelchen in der Potenz D12 oder einmal täglich eine Gabe mit drei Globuli D30. Eine umfangreiche Konstitutionstherapie, welche individuelle Potenzen, Dosierungen und Einnahmedauer festlegt, sollte am besten in Zusammenarbeit mit einem Homöopathen erarbeitet werden.

Echinacea Wirkung

Echinacea wirkt auf das Immunsystem und die Haut.

Echinacea in der Schwangerschaft

Insbesondere in der kalten Jahreszeit neigen schwangere Frauen zu Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Echinacea steigert die Abwehrkräfte. Es wird in der Schwangerschaft gereicht bei beginnenden Atemwegsinfekten, die mit Halsschmerzen, Husten und Abgeschlagenheit einhergehen.

Echinacea für Säuglinge & Kinder

Als Konstitutionsmittel findet Echinacea Anwendung bei kränklichen Kindern, die an wiederkehrenden Infekten leiden. Säuglinge nehmen das Mittel am besten über die Muttermilch auf.

Echinacea für das Baby

Echinacea ist ein hilfreiches Mittel zur Behandlung von Infektanfälligkeit bei Babys. Dabei sind die Babys auffällig erschöpft und müde. Sie leiden unter Appetitlosigkeit und Aufstoßen nach den Mahlzeiten.

für Hund, Pferd und Katze

Echinacea wird bei Tieren ebenfalls zur Steigerung der Abwehrkräfte eingesetzt. Es gilt als bewährtes Mittel zur Behandlung von Furunkeln, schlecht heilenden Geschwüren und beginnender Blutvergiftung.

Nebenwirkungen von Echinacea

In Einzelfällen wurden in Niedrigpotenzen (bis D12) Hautreaktionen (Juckreiz, Ausschlag) beobachtet. Patienten mit einer systemischen Erkrankung wie HIV / AIDS, Multiple Sklerose, Tuberkulose, Leukämie und Kollagenosen werden nicht mit der Urtinkur bzw. Verdünnungen bis D2 therapiert. Die Gabe von Echinacea während einer Chemotherapie ist mit dem behandelnden Arzt abzustimmen. Bei einer Allergie gegen Korbblütler sollten Potenzen unter D12 generell vermieden werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Ruhe
  • Liegen
Verschlechterung:
  • Essen
  • Anstrengung

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!