Mercurius solubilis

Deutsche Bezeichnung: Quecksilber

Hauptanwendungsgebiete: Grippale Infekte, Erkältungen, Schnupfen, Halsschmerzen, Mandelentzündungen, eiternde Wunden, Abmagerung, Zahnschmerzen, Sodbrennen, rheumatische Beschwerden, übermäßige Schweißbildung

Stoffart: Zinnober, das Quecksilber enthält

Typische Potenzen: Mercurius solubilis wird häufig in den Potenzen D6, D12, C30 und C200 angewendet.

Verschreibungspflichtig: Mercurius solubilis ist bis zur Potenz D3 verschreibungspflichtig.

Mit Mercurius solubilis machte Samuel Hahnemann sich die heilende Wirkung des Quecksilbers zu Nutze. Um die unerwünschten Nebenwirkungen des hochgiftigen Metalls zu minimieren, löste er es in Salpetersäure auf und verwendete nur das daraufhin ausfallende graue Pulver. Das Ausgangsmaterial kommt in der Natur hauptsächlich in Zinnober vor -- einem Erz, dass in der Nähe von Vulkanschloten und heißen Quellen zu finden ist. Hauptfundorte und -fördergebiete sind Spanien, Italien, Peru, China und die USA. Quecksilber ist das einzige Metall, das bereits unter üblichen Umweltbedingungen flüssig ist. Sowohl seine wissenschaftlichen als auch seine umgangssprachlichen Bezeichnungen weisen auf diesen Umstand hin: während mit dem griechischen "Hydrargyros" flüssiges Silber gemeint ist, sprechen das lateinische "argentum vivum" und das altgermanische "kwiksilber" von lebendigem Silber. Im englischen Sprachraum werden sowohl das von dem in der Alchemie verwendeten Merkur-Zeichen abgeleitete "Mercury" als auch der aus dem Deutschen entlehnte Begriff "Quicksilver" verwendet.

Wie Funde von Papyrusrollen belegen, kam Quecksilber bereits im Alten Ägypten als Heilmittel zum Einsatz. Bis ins 19. Jahrhundert hinein galt es als wirksame Medizin gegen Syphilis und so genannte "Frauenleiden", führte jedoch aufgrund unsachgemäßer Dosierung häufig zu Vergiftungen. Da Quecksilber bereits bei Zimmertemperatur toxische Dämpfe entwickelt, treten bei regelmäßigem Umgang Nervenschäden auf, die auch unter dem Begriff "Hutmachersyndrom" bekannt sind.

Anwendung von Mercurius solubilis

Entsprechend der körperlichen Reaktionen, die eine Quecksilbervergiftung hervorruft, nutzt die Homöopathie das Mittel gegen sämtliche Beschwerden im Hals-, Nasen- und Rachenraum, die mit stark erhöhten und oft übel riechenden Sekreten einhergehen. Beispiele hierfür sind Geschwüre und Pilzbefall in der Mundhöhle, Mandel- und Zahnfleischentzündungen, Erkältungen mit brennendem Schnupfen, tränende Augen, Scheidenausfluss oder schweißtreibendes Fieber.

Die Beschwerden nehmen nachts und bei extremer Hitze oder Kälte sowie durch Temperaturschwankungen zu; Liegen auf der rechten Körperseite ist so gut wie unmöglich. Durch Ruhe und einen geregelten oder stark strukturierten Tagesablauf tritt Besserung ein.

Erscheinungsbild von Mercurius solubilis

Quecksilber-Patienten sind innerlich unruhige, aber immer um äußere Fassung bemühte Geschöpfe. Der Drang, ihr seelisches Auf und Ab zu beherrschen lässt sie distanziert und arrogant wirken, ist jedoch nur Ausdruck von Unsicherheit und Misstrauen. Bei Unwohlsein verlangsamen sie Körper und Geist, behalten ihre innere Unruhe aber bei. Äußere Anzeichen sind starke, meist übel riechende Ausscheidungen (Schweiß, Speichel, Urin) sowie ständige Hungergefühle, Mundgeruch und eine gelb belegte Zunge mit Zahnabdrücken.

Darreichungsformen von Mercurius solubilis

Auch als Hahnemann'sche Mischung bleibt Quecksilber ein hochgiftiges Element und ist daher bis einschließlich D3 verschreibungspflichtig. Seine üblichen Anwendungen liegen zwischen D6 und D12.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Abszess (Eitergeschwür) Der Eiter hat eine eher grünliche Farbe. Bei Zahnwurzelabszessen mit sehr starkem Mundgeruch, allerdings sollte kein Amalgam im Mund vorhanden sein.
Halsschmerzen Schmerzen durch eitrige Halsentzündung mit übel riechendem Mundgeruch, starkem Speichelfluss und dem Gefühl des Wundseins im Hals. Die Zunge ist belegt und geschwollen, der Rachen hat eine dunkelrote Färbung und ist trocken. Ebenfalls bei eitriger Mandelentzündung gut geeignet.
Körpergeruch/ Schweiß süßlich riechender, starker Schweiß, der sich ölig anfühlt. Häufig in Verbindung mit Mundgeruch. Patient reagiert sehr empfindlich auf Kälte.
Mundgeruch/ Geschmack, schlechter stark stinkender Mundgeruch oft in Verbindung mit starkem Speichelfluss und einem metallischem Geschmack im Mund. Häufig ist das Zahnfleisch entzündet und die Zunge belegt und geschwollen.
Nasennebenhöhlenentzündung bei eitrigem, grünlichem Nasensekret, das übel riecht und brennt, wodurch die Nasenöffnungen wund werden. Häufig verbunden mit Nachtschweiß, dick belegte Zunge mit Zahneindrücken und Speichelfluss.
Zahnschmerzen bei entzündeten Zahnwurzeln, Geschwüren und Zahnfleischbluten. Starke Speichelbildung und übler Mundgeruch bei schleimig belegter, geschwollener Zunge mit Zahneindrücken.
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Anwendungsinformationen

Mercurius Solubilis Dosierung

Die klassischen Potenzen D6 und D12 gibt man dreimal täglich mit fünf Globuli. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum können die Globuli in Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken werden, wobei man das das Gemisch etwas länger im Mund behält, bevor es endgültig geschluckt wird. Bei akuten Beschwerden sind 5 Tropfen Mercurius Solubilis D6 in Wasser angeraten. Diese Mischung kann stündlich bis zur Symptomenbesserung verabreicht werden.

Mercurius solubilis Wirkung

Mercurius solubilis wirkt auf Haut und Schleimhäute, das Lymphsystem, den Verdauungstrakt und das Nervensystem.

Mercurius Solubilis der Schwangerschaft

Das breite Spektrum von Mercurius Solubilis konzentriert sich in der Schwangerschaft auf Zahnprobleme. Das Mittel wird verabreicht, wenn Schwangere an Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündungen und akuten, entzündungsbedingten Zahnschmerzen leiden. Mercurius Solubilis behandelt auch Mundgeruch, der infolge der Zahnerkrankungen auftritt. Es kann weiterhin verabreicht werden bei Mandelentzündungen und in Einzelfällen während der Schwangerschaft auch bei eitrigen Brustentzündungen gegeben werden.

Mercurius solubilis für das Baby

Das homöopathische Mercurius solubilis wird bei Babys vor allem zur Behandlung von verschiedenen Infektionen wie Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Halsschmerzen oder Entzündungen der Mundschleimhäute eingesetzt. Die Babys schwitzen stark. Der Schweiß riecht sehr unangenehm. Bei Infektionen im Mund- und Rachenbereich fällt ein starker und übel riechender Speichelfluss auf. Absonderungen sind gelb-grünlich. Die Beschwerden verschlimmern sich während der Nacht, im warmen Bett, bei Hitze und Kälte. Kalte Umschläge lindern die Symptome.

Mercurius solubilis für Hund, Pferd und Katze

Mercurius solubilis passt gut auf Tiere, bei welchen selbst kleine Verletzungen schnell eitern. Der verletzte Bereich ist stark angeschwollen und aus der Wunde sickert ein stinkendes, gelb-grünes Sekret.

Das homöopathische Mittel ist hilfreich bei Tieren, die unter einer Halsentzündung mit gesteigertem Speichelfluss leiden.
Es wird ebenfalls angewendet bei Blasen- oder Harnröhrenentzündung von Tieren. Der Urin ist blutig und ätzend. Der Harndrang ist vermindert.

Zum Anwendungsspektrum gehören auch Infektionen der Atemwege bei Tieren. Hals und Rachen sind geschwollen und hochrot. Die Halslymphknoten können ebenfalls angeschwollen sein. Die Tiere haben großen Durst, aber auch merklich starke Schmerzen beim Schlucken. Die Beschwerden verschlimmern sich allgemein bei jedem Wetterumschwung, bei Hitze, bei Kälte und in der Nacht.

Nebenwirkungen von Mercurius Solubilis

Auch wenn die Behandlung von Brustdrüsenentzündungen zu den Anwendungsgebieten von Mercurius Solubilis gehört, sollte während Stillzeit in der Laien-Homöopathie von der Gabe des Mittels abgesehen werden. Während der Schwangerschaft sollte vor einer längeren Anwendung ein Homöopath befragt werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • gleichmäßige Temperaturen
  • Ruhe
Verschlechterung:
  • auf der rechten Seite liegen
  • Hitze
  • in der Nacht
  • in einem warmen Bett
  • in warmen Zimmern
  • schwankende Temperaturen
  • Schwitzen

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin
Inhaltliche Betreuung

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Heilpraktiker, Arzt oder Apotheker!