Sabadilla

Deutsche Bezeichnung: Läusesamen, Läusekörner

Hauptanwendungsgebiete: Allergische Erkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden

Stoffart: Pflanzensamen

Typische Potenzen: Sabadilla wird häufig in den Potenzen D6, D12 und C30 verwendet.

Sabadilla gehört zu den Liliengewächsen. Die Pflanze kommt in Mexiko, Guatemala und Venezuela vor, wächst dort wild. Sie ist giftig. Die schwarzbraunen Samen werden in der traditionellen Heilkunde als Medizin verwertet. Sie enthalten Phyotosteroide, Alkaloide und fette Öle. In der Tierheilkunde verwendet man das Samenpulver zur äußeren Parasitenabwehr. Essigauszüge aus Sabadilla-Samen finden sich in Produkten zur Bekämpfung von Kopfläusen.

Anwendung von Sabadilla

In der Homöopathie gibt man Sabadilla bei Geisteskrankheiten, die mit schweren Ängsten und Wahnvorstellungen einhergehen, auch bei psychischen Verstimmungen. Es wirkt bei allergischen Reaktionen, bei Krampfneigung und Migräne. Es kann auch zur Wurmbehandlung eingesetzt werden.

Erscheinungsbild von Sabadilla

Sabadilla zeigt ausgetrocknete Schleimhäute. Man leidet unter ständigem Niesreiz, Fließschnupfen und trockenen, licht- und zugempfindlichen Augen bei Druckgefühl auf den Augäpfeln. Die Sekrete verdicken sich. Ein Nasenloch ist verstopft, man atmet schnarchend. Gerüche werden missempfunden. Der Rachen ist wund, entzündet, man räuspert viel mit leichten Blutbeimengungen, hat schmerzhafte, krampfartige Schluckbeschwerden mit Fremdkörpergefühl und reichlich süßlicher Speichelbildung.

Halsschmerzen beginnen links, wandern nach rechts. Die rechte Mandel ist geschwollen, verhärtet. Die Ohren schmerzen oder jucken. Die Extremitäten brennen, sind gelähmt und zittern. Die Füße schwellen während des Gehens an, sind schwer, die Fußsohlen empfindsam. Das Gesicht zeigt sich aufgedunsen und gerötet, fühlt sich warm an. Sabadilla fröstelt viel, hat Heißhunger nach Süßem und heißen Speisen, verabscheut zeitweise Fleisch, Wein und Saures. Man hat Magenkrämpfe mit Leeregefühl beim Gehen. Nach Stuhlgang und Harnlassen brennt es im Rektum bzw. in der Harnröhre.

Sabadilla-Patienten sind hypernervös, reagieren hysterisch, laufen aufgeschreckt umher und haben Angst, dass Körperteile einschrumpfen. Sie neigen zu Manie und Wut, müssen sich mit kaltem Wasser am Kopf beruhigen. Bei geistiger Anstrengung überkommt sie bleierne Müdigkeit, Stirn- oder Schläfenkopfschmerz, es kommt zu Seh- und Hörstörungen. Die Konzentration ist allgemein mangelhaft. Charakteristisch für Sabadilla sind periodisch wiederkehrende Beschwerden zur gleichen Tageszeit, häufig vormittags sowie bei Voll- und/oder Neumond.

Darreichungsformen von Sabadilla

Man therapiert fast ausschließlich oral bis D12. Das Mittel sollte gesondert aufbewahrt werden.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Allergie Allergischer Fließschnupfen mit starken Niesanfällen wie bei Pollen- oder Hausstauballergie. Die Nase ist wund und brennt, Rachen und Gaumen jucken.
Ängste Ausgeprägte Angst vor Krankheiten, die sich zu hysterischem Krankheitswahn steigern, grenzt an Psychose.
Kopfschmerzen/ Migräne Migräneartiges Kopfweh mit Schwerhörigkeit, Geräuschempfindlichkeit und Sehstörungen. Der bohrende Schmerz mindert die Konzentration, kann zur Ohnmacht führen. Auch bei Kopfschmerzen durch Wurmbefall.
Schleimhäute Gereizte, gerötete Augenbindehäute bei Lichteinfluss, verbunden mit Jucken und Tränenfluss.
Verdauungsstörungen/ Magenverstimmung Periodisch wandernde Magenschmerzen, Würgen und Brechreiz. Galliger Reflux und Fremdkörpergefühl in der Speiseröhre. Schleimige, braune Durchfälle, die auf dem Wasser liegen. Laute Blähungen im Sitzen vor voluminösem Stuhlgang, anschließendes Bauchbrennen. Symptome wie bei Wurmbefall.

Anwendungsinformationen

Sabadilla Dosierung

Zur Behandlung akuter Heuschnupfen-Beschwerden wird Sabadilla vor allem in den tiefen Potenzen eingesetzt. Die Potenz D6 kann bis zu fünfmal täglich und die Potenz D12 bis zu zweimal täglich gegeben werden. Bei Besserung der Beschwerden erfolgt keine weitere Einnahme.

Chronische Beschwerden werden von Therapeuten mit der Potenz C30 behandelt. Diese wird in Abständen von mehreren Wochen gegeben.

Sabadilla Wirkung

Sabadilla wirkt auf das zentrale Nervensystem, die Schleimhäute der Atmungs- und Verdauungsorgane sowie den Kreislauf.

Sabadilla in der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft können sich bislang eher leichte Heuschnupfen-Beschwerden stark verschlimmern. Sabadilla kann sanft und ohne Nebenwirkungen für das Baby hilfreich sein.

Des Weiteren wird Sabadilla zur Behandlung von Schwangerschaftsübelkeit gegeben. Brennende Schmerzen im Magen und starke Übelkeit plagen die Frauen. Ein süßlicher Geschmack im Mund und reichlich Speichel sind ein Hinweiszeichen auf Sabadilla. Gegenüber Fleisch besteht eine große Abneigung. Die Frauen leiden unter Appetitlosigkeit, welche allerdings beim ersten Bissen vergeht.

Sabadilla für das Baby

Sabadilla gilt als hilfreiches Mittel zur Behandlung von Säuglingsschnupfen. Die Nase läuft. Das abgesonderte Sekret ist klar wie Wasser. Die Augen sind entzündlich gerötet und sondern reichlich Tränen ab. Die Babys sind sehr kälteempfindlich. Ein warmes Bad und Einhüllen in eine wärmende Decke lindern die Beschwerden.

Sabadilla für Hund, Pferd und Katze

Sabadilla wird bei Tieren zur Behandlung von Schnupfen verwendet. Die Tiere haben entzündlich gerötete Augen und werden von Niesanfällen geplagt. Häufig tritt der Schnupfen bei feucht-kaltem Wetter auf. Die Tiere sind sehr fröstelig. In der Wärme bessern sich die Beschwerden.

Sabadilla Nebenwirkungen

Zu Sabadilla sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei zu häufiger Einnahme und zu Beginn einer Behandlung können sich die Beschwerden verschlechtern. Die Einnahme ist dann zu pausieren.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Wärme, Hitze
  • Essen
Verschlechterung:
  • kühle Luft
  • nasse Kälte
  • nachts
  • Ruhe

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!