Thuja

Abbildung Thuja
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Deutsche Bezeichnung: Lebensbaum

Hauptanwendungsgebiete: Warzen, Beschwerden nach Impfung, hartnäckige Erkältungen

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: Zur Behandlung akuter Beschwerden werden meist die Potenzen D6, D12, C6, C12, C30 und die Urtinktur eingesetzt.

Thuja, der Lebensbaum, ist ein Zypressengewächs. Er ist ursprünglich in Nordamerika und im östlichen Asien beheimatet, findet jedoch fast weltweit als Kultur- und Zierpflanze Verwendung. Die einzelnen Arten verströmen einen jeweils eigenen, immer jedoch sehr markanten Duft. Der in Deutschland häufig als Hecke anzutreffende Abendländische Lebensbaum (thuja occidentalis) bildet an Holz, Zapfen und Zweigspitzen ein stark giftiges Öl, das bei Berührung Hautreizungen verursachen und bei Verzehr tödlich sein kann. Genau diese Zweigspitzen werden für homöopathische Behandlungen vor der Frühjahrsblüte gesammelt und zu Tinktur verarbeitet.

Anwendung von Thuja

Entsprechend seiner Reizwirkung auf Haut und Schleimhäute wird Thuja vor allem gegen dermatologische Beschwerden wie (Feig-) Warzen, Ekzeme, Papeln oder Knötchen eingesetzt; er findet aber ebenso bei kariösen Zahnwurzeln und den Folgen von unterdrückter Gonorrhoe Anwendung. Thuja-Patienten weisen stark verdickte Handrücken-, Schläfen- und Zungenvenen auf. Während sich Hautausschläge meist nur an bedeckten Körperstellen finden, ist der Bereich zwischen Nasenflügeln und Wangen häufig entzündet. Das Haar ist bei schuppiger Kopfhaut trocken und spröde.

Der Zustand verschlechtert sich durch Mondschein, durch feuchte und kalte Luft sowie zwischen 16:00 und 4:00 Uhr; durch Schwitzen, Bewegung, Absonderung und Wärme tritt Besserung ein.

Erscheinungsbild von Thuja

Thuja klagt häufig über das Gefühl, "etwas Lebendiges" im Leib zu haben und hat einen entsprechend aufgeblähten Bauch; es kommt zu Flatulenzen und zum Absetzen großer Stuhlmengen aus dunklen, harten Knollen. Diese körperliche Omnipräsenz führt zu dem Gefühl, jemand habe Gewalt über ihn und versuche, Körper und Seele voneinander zu trennen. Thuja fürchtet sich vor Wind und hat starke Abneigungen gegen Fleisch, Zwiebeln und Kartoffeln. Er entwickelt eine ausgeprägte Beziehung zu Haut, Schleimhäuten, Geschlechtsteilen und Luftwegen. Seine Zunge schmerzt an der Spitze und bildet in der Nähe der Wurzel weiße Bläschen.

Darreichungsformen von Thuja

Thuja wird aufgrund der Reizwirkung seiner ätherischen Öle und dem Giftstoff Thujin vorwiegend äußerlich angewandt; in der Homöopathie kommen dabei auch sehr niedrige Potenzen zum Einsatz. Die übliche Darreichung beläuft sich jedoch auf Werte zwischen D6 und D12.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

Anwendungsgebiet Beschwerden/Symptome
Impfschäden Durchfall nach einer Impfung. Besonders in Folge der Pockenimpfung.
Körpergeruch/ Schweiß übelriechender, süßlicher Schweiß, der sich fettig anfühlt. Schweiß eher an unbedeckten Körperstellen, bedeckte Stellen bleiben trocken.
Nägel, Störung der sehr weiche, abblätternde, splitternde Nägel mit Querfurchen, Längsrillen oder Dellen.
Polypen Polypen in Nase, Dickdarm oder Gebärmutter. Patient bekommt bei nass-kaltem Wetter leicht eine Erkältung und hat häufig Warzen, die fleischig sind und wuchern.
Scheidenausfluss Weißlicher bis gelber, stark riechender Ausfluss. Färbt die Wäsche gelb.
Warzen bei fleischigen, wuchernden Warzen mit dunkler, braungelber Farbe, die auch nässen oder bluten können.

Anwendungsinformationen

Thuja Dosierung

Von einer dauerhaften Gabe ist abzuraten. Die individuelle Dosierung erfolgt am besten in Absprache mit einem Homöopathen. Babys und Kindern gibt man eine Stunde nach erfolgter Impfung einmalig 3 Globuli in der Potenz C30.

Thuja Wirkung

Thuja wirkt auf die Haut, den Verdauungsstrakt und die Atemwege. Es ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Impffolgen.

Thuja in der Schwangerschaft

Thuja ist ein typisches Warzenmittel, das sowohl oral als auch äußerlich bei Kondylomen (Feigwarzen) zur Anwendung kommt. Diese können in der Schwangerschaft aufgrund der Hormonumstellungen gehäuft auftreten. Es ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Wochenbett-Depressionen.

Thuja für das Baby

Thuja ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Beschwerden, die nach einer Impfung erstmalig aufgetreten sind.

Hartnäckige Erkältungen bei Babys sind ein weiteres Anwendungsgebiet von Thuja. Die Absonderungen aus der Nase, den Ohren oder der Auswurf beim Husten sind dick und grünlich-gelb. An den Nasenlöchern bilden sich Krusten.

Thuja wird eingesetzt, wenn sich Warzen überall am Körper entwickeln, die weich sind und bei Berührung schnell bluten.
Wenn ein Baby bereits mit Leistenbruch auf die Welt kommt, kann dies ein Hinweis auf Thuja sein.

Thuja für Kinder

Thuja wird nach Impfungen zur Ausleitung, zur Minderung von Impfreaktionen und zur Vorbeugung gegen Impfschäden gegeben.

Thuja für Hund, Pferd und Katze

Thuja ist ein wichtiges Mittel für Impfschäden und Folgen chronischer Durchnässung, etwa durch einen feuchten Stall.
Pferde, die unruhig und zittrig werden, sobald sie die Musik auf Turnieren hören, können von einer Gabe Thuja profitieren.
Hartnäckige Erkältungen, bei denen dicker und grünlicher Schleim abgesondert ist, sprechen gut auf Thuja an.

Thuja ist ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Warzen. Diese sind in ihrem Auftreten sehr verschieden. Die Konsistenz reicht von hart bis weich. Sie sind flach oder gestielt, manchmal ähnelt die Form der eines Blumenkohls. Die Warzen jucken und bluten leicht.

Nebenwirkungen von Thuja

Thuja empfiehlt grundsätzlich keine Selbstmedikation. Thuja-Tinktur kann bei überempfindlichen Menschen zu Hautirritationen führen. Bei der Behandlung muss sorgfältig darauf geachtet werden, die Tinktur auf erkrankte Hautpartien punktuell aufzutragen. Sensible Patienten können unter Thuja-Gabe die "Thuja-Krankheit" entwickeln. Darunter versteht man ein chronisches Auftreten des Arzneimittelbildes.

Man spricht der Ursubstanz eine schwangerschaftsunterbrechende Wirkung zu. Globuli sollten darum insbesondere im ersten Schwangerschaftstrimester nur in Absprache mit einem Homöopathen dargereicht werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:
  • Ausscheidungen
  • Bewegung
  • Schwitzen
  • sich krümmen
  • Wärme
Verschlechterung:
  • Kälte
  • Nässe
  • Nebel

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Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!