Hepar sulfuris

Deutsche Bezeichnung: Kalkschwefelleber

Stoffart: Schwefelblumen und Austernschalenkalk

Typische Potenzen: D6 - D12

Das auch unter dem umgangssprachlichen Begriff "Kalkschwefelleber" bekannte homöopathische Präparat Hepar sulfuris calcareum geht auf eine Entwicklung Samuel Hahnemanns zurück. Auf der Suche nach einem Mittel gegen die Nebenwirkungen von Quecksilberanwendungen erhitzte er zunächst Stangenschwefel und fügte den sich daraufhin bildenden Schwefelblumen das weiße Innere der Austernschale hinzu. Das so entstehende Calcium sulfuratum Hahnemanii vereinte die Vorzüge des Kindermittels Calcium calcarea mit der reichhaltigen homöopathisch genutzten Wirkung des Schwefels; es wurde anfangs hauptsächlich zur Behandlung von Milchschorf eingesetzt.

Anwendung von Hepar sulfuris


Seine verbreiteteste Anwendung findet Kalkschwefelleber als Mittel gegen Eiterungen jeder Art; Beispiele hierfür sind Bronchitis und Nasennebenhöhlen- oder Ohrentzündungen. Typisch dabei sind nach altem Käse riechender Ausfluss bzw. Auswurf und die extreme Kälteempfindlichkeit des Patienten.
Selbst geringe Berührungen und Luftzüge führen zu einer Verschlimmerung des Leidens; Besserung wird durch Wärme und Einhüllen erreicht, wobei beengende Kleidung allerdings häufig Berührungsschmerzen auslöst, die der Betroffene nur schwer aushält.

Erscheinungsbild von Hepar sulfuris


Diese übergroße Empfindlichkeit ist ein generelles Kennzeichen von Hepar sulfuris. Er ist hypersensibel, reizbar und jähzornig. Nach unterdrücktem Ärger empfindet er häufig großes Verlangen, Feuer zu legen oder zu töten. Seine Bewegungsabläufe, die Nahrungsaufnahme und verbale Äußerungen sind hastig. Hepar sulfuris leidet unter stechend-klopfenden Geschwüren, Fisteln und Abszessen; selbst kleine Wunden neigen zu übel riechenden Eiterungen. Seine häufigen Erkältungen verlaufen mit bellendem, erstickendem Husten und Halsschmerzen.

Darreichungsformen von Hepar sulfuris


Die Wirkung von Hepar sulfuris kann durch die Potenzierung des Mittels gesteuert werden: in höheren Stufen werden Entzündungen zerteilt; tiefere Potenzen beschleunigen Eiterungsprozesse.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Abszess (Eitergeschwür)Der Abszess verursacht einen stechenden Schmerz, der durch Kälte noch verstärkt wird. Eine gelbliche Eiterkrone wird sichtbar.
Aknebesonders bei Jugendlichen mit allgemein unreiner Haut sowie vielen Pickeln im Gesicht und auf dem Rücken. Die Pickel drohen zu eitern bzw. enthalten bereits Eiter und schmerzen.
Furunkelkleine Verletzungen entzünden sich, fangen zu eitern an und entwickeln sich zu Furunkeln, die heiß werden, besonders berührungsempfindlich sind und stark schmerzen. Der Patient ist empfindlich gegen Zugluft und Kälte.
Halsschmerzenintensiv stechender Schmerz mit dem Gefühl als hätte man spitzes, splittriges im Hals. Der Schmerz kann beim Schlucken bis zum Ohr ausstrahlen. Man ist sehr kälte- und zugempfindlich. Auch bei eitriger Mandelentzündung gut geeignet.
Heiserkeithartnäckige, tonlose Heiserkeit in Verbindung mit krampfartigem Husten, der bis zu Würgen und Erbrechen führen kann. Die Beschwerden verbessern sich durch Wärme.
Husten/ Bronchitisrasselnder Husten mit wenig Auswurf. Auslöser sind häufig Kälte und Zugluft. Verstärkte Schweißbildung mit eher saurem Geruch. Auch bei Pseudokrupp geeignet.
Körpergeruch/ Schweißsäuerlicher Körpergeruch, der durch starkes Schwitzen entsteht. Der Schweiß ist klebrig. Patient reagiert empfindlich auf Berührungen.
Nagelbettentzündungenstechende Schmerzen und einer beginnenden Eiterung.
Nasennebenhöhlenentzündungstechender Schmerz in der Stirn oder am Kiefer. Nasensekret ist gelblich grün, zuerst flüssig später dick und übelriechend.
Ohrenschmerzenheftiger, stechender Schmerzen mit eitrigem oder blutigem Ausfluss aus dem Ohr. Gefühl der Schwerhörigkeit und / oder Ohrenklingen. Auslöser ist Kälte, durch Wärme werden die Beschwerden verbessert.

Anwendungsinformationen

Hepar sulfuris in der Schwangerschaft

Infolge der hormonellen Umstellung kommt es in der Schwangerschaft bei vielen Patientinnen zu eitriger Pickel-, Akne oder Abszessbildung. Durch das homöopathische Hepar sulfuris wird der Eiter freigesetzt und kann abfließen. Das Mittel empfiehlt sich weiterhin bei Schnupfen mit verstopfter Nase, wenn das Sekret sich nicht lösen kann, sowie bei eitrigen Nasennebenhöhlen- oder Mandelentzündungen, wenn auf Antibiotika oder andere chemische Medikamente zunächst verzichtet werden möchte.

Nebenwirkungen von Hepar sulfuris

Es sind keine negativen Berichte über Nebenwirkungen des homöopatischen Hepar sulfuris bekannt. Da das Mittel beim gesunden Menschen sehr rasch die Symptome des Arzneimittelbildes auslöst, sollte die Therapie am besten von einem Homöopathen begleitet werden.

Hepar sulfuris Dosierung

Klassisch ist eine Gabe in der Potenz D12 oder D6. Es reicht in der Regel eine einmalige Verabreichung von fünf Globuli um festzustellen, ob das Mittel das Krankheitsbild positiv beeinflusst. Ist dies der Fall, wird die Gabe bis zu dreimal täglich fortgesetzt, bis eine deutliche Besserung der Symptome eintritt. Das Mittel sollte dann zeitnah abgesetzt werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Wärme
  • Warme Dampfbäder
  • Warmes Einhüllen

Verschlechterung:

  • beim Entblößen
  • Berührung
  • kalte Luft
  • trockene, kalte Winde

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Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


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