Ledum

Deutsche Bezeichnung: Sumpfporst

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: D2 - D12

Ledum palustre, der Sumpfporst, ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Heidekrautgewächse. Die ursprünglich weit verbreitete Pflanze ist durch die Trockenlegung ihrer bevorzugten Standorte heute nur noch in Skandinavien, Nordamerika, Nordasien und im Baltikum zu finden. Bei einer Wuchshöhe von 0,5 bis 1,5 m erreicht sie ein Höchstalter von etwa 30 Jahren. Ihre weit ausladenden Zweige sind rostbraun, behaart und mit lederartigen, lanzettförmigen Laubblättern besetzt. Aus den zu Dolden zusammengeschlossenen weißen bis rosaroten Blüten entwickeln sich eiförmige Kapselfrüchte mit zahlreichen Samen.
Alle Pflanzenteile enthalten ätherische Öle und verströmen einen angenehmen, kampferartigen Duft, der beim Einatmen Schwindel- und Rauschzustände auslöst. Aufgrund des Geschmacks seiner Blätter wird Sumpfporstauch als "Wilder Rosmarin" bezeichnet. Ihr Verzehr ruft leichte Vergiftungserscheinungen und teilweise aggressive Verhaltensweisen hervor.
Diese Wirkung wurde bereits im 15. Jahrhundert vor Christus zur Verstärkung der alkoholischen Wirkung beim Bierbrauen genutzt; später fand Sumpfporst Einsatz als Mittel gegen Ungezieferbefall, Krätze und Gelenkbeschwerden. Nach Einführung der Teesteuer verwendete man seine Blätter auch zur Zubereitung von Getränken.

Anwendung von Ledum


Das aus den in Alkohol mazerierten Blattspitzen gewonnene homöopathische Mittel wird prophylaktisch gegen stechende Schmerzen und Wundinfektionen verwendet. Es gilt als wirksam bei sämtlichen Schnitt-, Schürf- und Stichverletzungen sowie Insektenstichen und Tierbissen. Bei gequetschter, geschwollener und blaurot verfärbter Haut fördert Sumpfporst die Heilung und beschleunigt das Abklingen "blauer Augen".
Weitere Anwendungsgebiete sind rheumatische Beschwerden, die von den Füßen aufsteigen und zu kalten Gelenken führen.
Wärme, Bewegung, Erschütterung und Berührung verschlimmern die Symptome; kalte Umschläge und Eiswasser verschaffen Linderung.

Erscheinungsbild von Ledum


Ledum ist ein aggressiver, unzufriedener und ungeselliger Typ, der bei Erkrankung abgestumpft wirkt. Trotzdem sich die von Beschwerden betroffenen Gelenke kalt anfühlen, empfindet er sie als heiß. Seine Haut ist trocken und zeigt bläuliche Flecke oder Stirnakne.
Ledum leidet aufgrund seiner übersteigerten Phantasie unter Einschlafstörungen, sieht Gespenster und wirft sich im Bett hin und her. Aufgrund häufig starker Kopfschmerzen verträgt er keine Kopfbedeckung.

Darreichungsformen von Ledum


Die gebräuchlichsten Anwendungen für Ledum liegen zwischen D6 und D12; in Einzelfällen auch darunter.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
GichtSchmerzen beginnen an den Füßen und steigen von unten nach oben. Häufig ziehen die Schmerzen vom Kreuz über die rechte Hüfte in die linke Schulter. Schmerzen nehmen in der Wärme zu, bei Kälte lassen sie nach.
Rheumageschwollene und heiße Gelenke mit bohrenden Schmerzen, die an den unteren Extremitäten beginnen und nach oben wandern. Beschwerden verschlimmern sich durch Bettwärme, Besserung durch Ruhe.

Anwendungsinformationen

Ledum in der Schwangerschaft

Als Akutmittel bei Insektenstichen ist Ledum auch für Schwangere geeignet. Insbesondere bei Zeckenbissen ist das Mittel sowohl als Soforthilfe als auch zur weiterführenden Behandlung angezeigt. Man kann Wasseransammlungen, ödematös geschwollene Gelenke und Gichtanfälle mit Ledum therapieren, wenn diese Beschwerden im Verlauf der Schwangerschaft vorkommen.

Nebenwirkungen von Ledum

Es spricht in der Laientherapie nichts gegen eine zeitlich begrenzte Anwendung von Ledum, auch in der Schwangerschaft. Chronische oder regelmäßig wiederkehrende Symptome, z.B. Wassereinlagerungen oder rheumatische Beschwerden, sollten möglichst nur unter fachkundlicher Begleitung therapiert werden. Dies gilt insbesondere für Schwangere.

Ledum Dosierung

Man beginnt die Therapie bei akuten Beschwerden mit den Potenzen D6 oder D12 halbstündlich mit fünf Globuli. Der Rhythmus wird nach Rückgang der Symptome, spätestens jedoch nach einem Tag, herabgesetzt auf die zwei- bis dreimalige Gabe pro Tag. Sind keine Symptome mehr vorhanden, wird das Mittel abgesetzt. Ödeme behandelt man in höherer Potenz und in größeren Intervallen, am besten mit Hilfe eines Heilpraktiker, Arztes oder Homöopathen.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Eis essen
  • kalte Anwendungen
  • Kälte

Verschlechterung:

  • Alkohol
  • Bettwärme
  • nachts
  • Wärme

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!

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