Pulsatilla

Abbildung PulsatillaThorsten Schier Fotolia.com

Deutsche Bezeichnung: Kuhschelle

Stoffart: Heilpflanze

Typische Potenzen: D6 - D12

Pulsatilla, die Kuh- oder Küchenschelle, ist ein Hahnenfußgewächs. Sie ist in ganz West- und Mitteleuropa beheimatet, gilt jedoch als gefährdet. Ihre rosettenförmig angeordneten Blätter erscheinen gleichzeitig mit der purpur- oder violettfarbenen Blüte, der die Pulsatilla auch ihren Namen verdankt: Sowohl die wissenschaftliche als auch die umgangssprachliche Bezeichnung spielen auf die zunächst glockenförmigen Kelche an. Während das lateinische "pulsare" für "schlagen, läuten" steht, spiegelt sich im deutschen "Küchenschelle" die Verkleinerungsform "Kühchen-Schelle" wieder.

Trotz dieser beinahe liebevollen Namensgebung betrachtete man die Pulsatilla in früheren Zeiten mit Unbehagen. Die ihr anhaftenden Gifte rufen auf Haut und Schleimhäuten heftige Reaktionen hervor, die sogar zu Entzündungen und Verätzungen führen können. Der Verzehr verursacht neben Lähmungen des Zentralnervensystems Verdauungsstörungen und Nierenbeschwerden. Die zusätzlichen volkstümlichen Bezeichnungen Teufelsbart und Bocksbart zeugen von der Abneigung, die die Pflanze durch den auffallenden Übergang zwischen Blüten- und Fruchtstand sowie die sich geheimnisvoll verlängernden Stängel hervorbrachte.

Anwendung von Pulsatilla


Diesem wechselhaften Verhalten entsprechend findet Pulsatilla Anwendung gegen Beschwerden mit vielfältigen, aber äußerst sprunghaften Symptomen wie verschwindenden und wieder auftauchenden Schmerzen, kurzfristiger Änderung von blasser zu geröteter Haut oder von Durchfall zu Verstopfung. Durch Wärme, linksseitiges Liegen, Stehen oder am Abend bzw. vor der Menstruation verschlimmern sich die Beschwerden; bei Bewegung, Kühle, frischer Luft und Trockenheit tritt Besserung ein.

Pulsatilla ist somit bei "typischen" Frauenleiden wie Stimmungsschwankungen, Schüchternheit, Kälteempfinden oder verzögerter Menstruation und zyklisch auftretender Migräne, aber auch während der Menopause und in der Schwangerschaft angezeigt. Darüber hinaus findet sie bei Erkältungen mit grünlichem Ausfluss, Nebenhöhlenentzündungen und Störungen der Magen-, Darm- oder Gallentätigkeit Anwendung.

Darreichungsinformation


Aufgrund der toxischen Wirkung von Pulsatilla sind Potenzen bis D3 verschreibungspflichtig.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
Aknebei Teenager-Akne vor allem bei Mädchen mit hormonellen Schwankungen. Die Akne verstärkt sich während der Periode.
Arthritis (Gelenkentzündung)Gelenke sind violett gerötet. Der Schmerz wandert meist einseitig von einem Gelenk zum anderen.
Bindehautentzündung (Konjunktivitis)gelblich klebrige Sekretabsonderung sowie verklebte Augenlider häufig verbunden mit Juckreiz. Lider brennen und sind geschwollen. Entzündung bessert sich an frischer Luft.
Blasenbeschwerden und Blasenentzündungenbei Blasenentzündungen, die durch Kälte oder Nässe entstehen. Krampfartige, brennende Schmerzen vor und nach dem Wasserlassen, die bis zum Damm und zu den Oberschenkeln ausstrahlen. Ungeplantes Wasserlassen durch Husten oder Lachen. Auch bei nervöser Reizblase.
Durstlosigkeitobwohl der Mund trocken ist und evtl. ein pappiges Gefühl im Mund besteht.
Gallenbeschwerden, leichtenach schwerem, fettigen Essen, Druck- und Völlegefühl im Magen, mit ranzigem Aufstoßen oder Erbrechen. Der Patient leidet unter Durstlosigkeit und einen pappigen Mundgeschmack.
Gelenk-und Rückenschmerzenstechende, reißende Rheuma-Schmerzen, die von einem Ort zum anderen wandern.
Gerstenkornbei wiederkehrenden Gerstenkörnern vor allem am Oberlid, die Lider sind rot und geschwollen. Im Augenwinkel ist ein weißlich gelbes Sekret. Frische Luft und Kälte verbessert den Zustand.
Krampfaderngestaute Venen mit schweren, müden und geschwollenen Beinen. Wärme verschlechtert die Beschwerden. Geeignet besonders nach der Schwangerschaft und im Klimakterium.
Menstruation, Beschwerden vor der (Prämenstruelles Syndrom)unregelmäßige Menstruation, häufig weißlichem, brennenden und säuerlich riechendem Ausfluss. Patientien hat wechselhafte Stimmungen und ist weinerlich.
Menstruationsbeschwerdenunregelmäßige Periode, die auch ganz ausfallen kann oder mit sehr starken Blutungen und krampfartigen Schmerzen verbunden ist. Patientin verspürt Spannungsgefühle in den Brüsten oder Schweregefühle des Unterleibs. Besonders bewährt bei jungen Frauen mit spät einsetzender ersten Periode.
Mundgeruch/ Geschmack, schlechterbesonders morgens fauliger und pappiger Mundgeschmack. Der Mund ist trocken, trotzdem besteht kein Durst.
Ohrenschmerzendas Ohr ist sichtbar geschwollen und gerötet. Patient hat das Gefühl, das Ohr sei verstopft und ist schwerhörig. Gut geeignet für Kinder, die weinerlich sind.
Schnupfenabwechselnd Fließ- und Stockschnupfen mit mildem, dicklichem, grün-gelbem Nasensekret. Dadurch Verschlechterung des Geruchsinns. Verschlimmerung abends und nachts. Frische Luft und Bewegung im Freien verbessern die Symptome.
Übelkeit und Erbrechenmit ranzig schmeckendem Aufstoßen, vor allem nach dem Verzehr von fettem Essen, Eis, Gebäck oder Kuchen. Der Mund ist trocken, mit pappigem Geschmack und trockener, belegter Zunge. Sehr geeignet für Kinder bei Übelkeit mit Erbrechen.
Verdauungsstörungen/ Magenverstimmungmit Übelkeit, ranzigem Aufstoßen und Erbrechen nach Fett, Eis oder Durcheinanderessen. Abneigung gegen Wärme und Hitze, Verlangen nach frischer Luft, wenig bis keinen Durst.
Wechseljahrbeschwerden (Klimakteriumsbeschwerden)keine Periode gleicht der anderen. Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen. Stimmungsschwankungen und Weinerlichkeit, Hitze wird schlecht vertragen. Geeignet für den blonden, blauäugigen Frauentyp.

Anwendungsinformationen

Pulsatilla in der Schwangerschaft

Pulsatilla hilft während der Schwangerschaft sowie im Wochenbett und in der Stillzeit bei der hormonellen Umstellung. Man gibt es zur Geburtsvorbereitung, zur Geburtseinleitung und während der Entbindung zur Wehenförderung. Pulsatilla hilft beim Ausstoßen der Nachgeburt. Schwangerschafts- und Wochenbettdepressionen können mit Pulsatilla behandelt werden. Liegt eine Beckenendlage vor, kann mit Pulsatilla eine Drehung des Babys hervorgerufen werden.

Nebenwirkungen von Pulsatilla

Pulsatilla sollte von Schwangeren nur bei passendem Arzneimittelbild eingenommen werden. Die Niedrigpotenzen sind in der Regel bedenkenlos für Schwangere. Dennoch sollte die Medikation von einer Hebamme oder einem Homöopathen überwacht werden. In sehr hoher Potenz (C1000) kann Pulsatilla einen Abort begünstigen.

Pulsatilla Dosierung

Über die Potenz und wie oft das Mittel einzunehmen ist, sollte man je nach Krankheitsbild entscheiden. Mit niedrigen Potenzen (bis D12) werden akute Zustände in kurzen Darreichungsrhythmen behandelt. Diese können in der Anfangsphase halbstündlich sein und sich nach einem Tag auf drei Mal täglich ausdehnen. In der Prophylaxe und für chronische Beschwerden gibt man höherpotenzig ab D30, dafür aber seltener, in der Regel einmal pro Woche.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Bewegung
  • frische Luft
  • Kühle
  • Trockenheit
  • Weinen

Verschlechterung:

  • Abkühlung
  • am Abend
  • auf der linken Seite liegen
  • bei Ruhe
  • Eis essen
  • fettes Essen
  • im Stehen
  • Wärme und Hitze
  • vor der Periode
  • zu wenig Bewegung

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


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