Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel können als Tropfen, Tabletten oder Globuli (Kügelchen) angewendet werden. Je nach Alter sollte die Gabe der jeweiligen Mittel entsprechend angepasst sein. Darüber hinaus enthalten Tropfen einen hohen Alkoholgehalt und sollten daher bei Kindern und Kleinkindern nicht angewendet werden. Vielmehr eignen sich hier Tabletten oder Globuli. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Tabletten Milchzucker enthalten und aus diesem Grunde bei einer bestehenden Laktoseintoleranz nicht angewendet werden dürfen. Der Zuckergehalt dieser Darreichungsformen ist hingegen bei den Dosierungen so gering, dass sie auch von den meisten Diabetikern unbedenklich angewendet werden können.

Dosierungen je Gabe

Je nach Alter sollten folgende Dosierungen eingenommen werden:

  • Jugendliche und Erwachsene: 5-10 Globuli, 5-10 Tropfen oder 1-2 Tabletten
  • Kinder ( 4 bis 13 Jahre) 5 Globuli, 5 Tropfen oder 1 Tablette
  • Kleinkinder (0 bis 3 Jahre) 3 Globuli oder ½ Tablette (in etwas Wasser aufgelöst)

Da ein homöopathisches Mittel schon in der Mundschleimhaut aufgenommen wird, sollte dieses etwa eine Minute im Mund behalten werden. Zudem empfiehlt es sich, Globuli oder Tabletten auf der Zunge zergehen zu lassen. Zudem sollte ein Mittel nicht direkt nach dem Essen oder Trinken sowie nach dem Rauchen oder Zähneputzen eingenommen werden, so dass die Mundschleimhaut zum einen frei von Geschmäckern ist und zum anderen die Wirkung des Mittels nicht beeinflusst wird. Werden mehrere homöopathische Mittel gleichzeitig angewendet, sollte zwischen der Darreichung ein zeitlicher Abstand von 15 bis 30 Minuten liegen.

Häufigkeit der Einnahme

In hochakuten Fällen sollte alle 5-10 Minuten eine Gabe erfolgen, jedoch maximal 5 Gaben nicht überschreiten. Sind die Krankheitssymptome akut, ist eine Anwendung alle zwei Stunden ausreichend. Diese Darreichung gilt für maximal 24 Stunden. Im Normalfall reicht eine Anwendung des homöopathischen Mittels dreimal täglich bei Normaldosis aus. Darüber hinaus sollte beobachtet werden, ob sich die Krankheitssymptome ändern. Verbessert sich der gesundheitliche Zustand, sollten die Abstände zwischen den einzelnen Gaben verlängert werden. Fühlt man sich wieder gesund, ist das homöopathische Mittel noch zwei weitere Tage bei Normaldosis zu nehmen und dann abzusetzen. Das Mittel sollte erst dann wieder zum Einsatz kommen, wenn die ursprünglichen Symptome erneut auftreten.

Zum Weiterlesen:

Ulrike Schlüter (Heilpraktikerin)
Autorin: Ulrike Schlüter - Heilpraktikerin

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren intensiv mit der Homöopathie. Eine dreijährige Ausbildung in klassischer Homöopathie und Fortbildungen unter anderem in Kinderhomöopathie und gemütsorientierter Homöopathie runden mein Wissen ab. Ich bin als Heilpraktikerin in eigener Praxis - mit den Schwerpunkten Homöopathie und psychosomatische Erkrankungen - tätig. Neben der Therapie ist es mir ein großes Anliegen, mein Wissen und meine Faszination für die Homöopathie weiterzugeben.


Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!