Solidago

Deutsche Bezeichnung: Gewöhnliche Goldrute; auch Gemeine Goldrute oder Echte Goldrute

Stoffart: Pflanze

Typische Potenzen: D2 bis D12

Solidago virgaurea, die Gewöhnliche Goldrute, gehört zur Familie der Korbblütler. Sie hat sie ihren Weg über Asien und Europa bis nach Nordamerika gefunden; andere Goldrutenarten haben sich in umgekehrter Richtung ausgebreitet.
Die krautige Pflanze wird zwischen zehn und hundert Zentimetern groß; erreicht im Durchschnitt aber meist etwa 40 cm Wuchshöhe. Während der Stängel im unteren Bereich unverzweigt und mit eiförmigen Blättern besetzt ist, weist er oberhalb stärkere Verästelungen mit schmalem, lanzettartigem Laub auf. Die körbchenförmigen, leuchtend gelben Einzelblüten schließen sich zu Trauben zusammen.
Seit dem Mittelalter werden Fragmente der Goldrute als "Wunderkraut"-Aufguss gegen innere und äußere Beschwerden eingesetzt. Typische Anwendungsgebiete sind entzündliche Harnwegserkrankungen sowie durch Pilze, Insektenstiche oder Geschwüre hervorgerufene Wunden. Die Blüten hinterlassen bei Verwendung als Färbemittel einen goldgelben Ton.
Um das homöopathische Mittel Solidago zu gewinnen, werden die frischen oberirdischen Pflanzenteile zerkleinert und in Alkohol mazeriert.


Anwendung von Goldrute


Goldrute kommt bei Nierenerkrankungen zum Einsatz, die von Schlaflosigkeit, Übelkeit und Erkältungsneigung begleitet sind. Die Patienten empfinden die betroffenen Organe als wund und geschwollen und sind im entsprechenden Bereich äußerst empfindlich für Berührungen. Die von den Nieren ausgehenden Schmerzen können bis in die Oberschenkel, in den Bauch und in die Blasenregion ausstrahlen. Trotzdem das Wasserlassen Probleme bereitet, wird es als erleichternd bzw. verbessernd empfunden; der nur spärlich austretende Urin ist entweder rötlich braun verfärbt oder klar und übelriechend.
In Verbindung mit Berberis ist Goldrute auch als Spül- und Entgiftungsmittel im Falle einer Harnwegserkrankung gebräuchlich.
Darüber hinaus wird Goldrute zur Behandlung von Myomen in der Gebärmutter eingesetzt.

Darreichungsformen von Goldrute


Goldrute kommt in Potenzen zwischen D2 und D12 zur Anwendung.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
HarninkontinenzHarninkontinenz, Harnverhalten oder schmerzhaftes Harnlassen im Rahmen einer Blasen- oder Harnwegsentzündung, bei Männern auch Harntröpfeln aufgrund vergrößerter Prostata.
Hautausschlag/ Ekzem, eher trockenGelblich-bräunliche Verfärbungen, Flecken oder Erhebungen, hartnäckiges Hautjucken in Zusammenhang mit chronischen Nierenleiden.
NierenproblemeDer Nieren-Bereich ist äußerst druckempfindlich. Die Schmerzen strahlen dumpf, pochend oder stechend überwiegend in den Rücken aus, vergleichbar mit Rücken- / Bandscheibenbeschwerden. Neigung zu chronischen Nieren- oder Nierenbeckenentzündungen, Nierengrieß oder Nierensteinen. Unterstützung bei Steinabgang und chronischer Niereninsuffizienz. Vorbeugung bei Harnsäuresteinen und durch Nierenerkrankungen bedingten Begleitsymptomen der Atem- und Verdauungswege.
RheumaEntgiftung und Entlastung bei rheumatischen Beschwerden und Gichtleiden.

Anwendungsinformationen

Solidago in der Schwangerschaft

Sehr viele Schwangeren klagen über geschwollene Füße. Auch Fußknöchel und Finger sind in der Schwangerschaft vermehrt von Ödemen betroffen. Homöopathisch können diese Symptome mit Solidago therapiert werden, sofern eine Gestose ("Schwangerschaftsvergiftung") und andere Primärerkrankungen ausgeschlossen wurden. Das Mittel wird weiterhin in der Schwangerschaft bei abklingenden Harnwegsinfekten verabreicht; als Leitsymptom gilt hier sehr heller oder sehr dunkler Urin. Solidago ist ein wichtiges Mittel zur Beschleunigung und Intensivierung der Heilungsphase. Man gibt es auch zur Ausleitung in diesem Zusammenhang eventuell verabreichter Antibiotika.

Nebenwirkungen von Solidago

Bei Erstgabe von Solidago kann als Erstverschlimmerung vorübergehend ein starker, jedoch meist unproduktiver Harndrang auftreten. Im Rahmen oder bei Verdacht einer Gestose, bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder einer Nierengrunderkrankung sollte Solidago auch in homöopathischer Aufbereitung nicht eigenständig eingenommen werden.

Solidago Dosierung

Solidago zur Unterstützung des Ausheilungsprozesses bei Harnwegsinfekten kann bis zu 14 Tagen mit fünf Globuli in der Potenz D3 oder D6 täglich gereicht werden. Chronische Ödeme behandelt man mit D30-Potenzen und gibt diese einmal täglich oder alle zwei Tage mit fünf Globuli. Eine optimale Wirkung zeigt sich, wenn die Globuli in Wasser gelöst aufgenommen werden. Solidago ist aus homöopathischer Sicht kein Prophylaxe- oder Konstitutionsmittel, es wird darum nur bei deutlicher Symptomatik gereicht.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • durch Urinieren
  • Wärme

Verschlechterung:

  • durch Druck auf betroffene Körperstellen
  • häufige Mahlzeiten

Solidago Globuli online kaufen


Wir empfehlen für die Bestellung die Versandapotheke medpex. Medpex bietet Ihnen:

Jetzt direkt zu den Solidago-Produkten bei medpex

Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!


eBook Homöopathie