Coffea

Abbildung Coffeasonne07 Fotolia.com

Deutsche Bezeichnung: Kaffee

Stoffart: Kaffeebohnen

Typische Potenzen: D3 - D12

Coffea, die Kaffeepflanze, gehört zur Familie der Rötegewächse und umfasst um die 90 Arten. Ihre Abstammungsgebiete sind die äthiopischen und sudanesischen Hochländer; mittlerweile wird Kaffee jedoch in allen tropischen und subtropischen Klimazonen der Welt angebaut. Er wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit unterschiedlich großen, glänzenden Laubblättern. Aus seinen weißen, duftenden Blüten entwickeln sich kirschenartige Steinfrüchte, deren Samen als Kaffeebohnen Verwendung finden. Während sie in der Kosmetikindustrie und in der Homöopathie vorwiegend roh genutzt werden, müssen sie für die Zubereitung des bekannten Aufgusses erst getrocknet, von Gerbstoffen befreit, geröstet und anschließend zerstoßen oder zermahlen werden.

Die Entdeckung der Kaffeesamen als Ausgangsstoff für belebende Getränke geht auf die Legende um einen Ziegenhirt zurück, dessen Tiere von den Früchten des Strauches gefressen und sich danach sehr auffällig gebärdet haben sollen. Vom damaligen Königreich Kaffa ausgehend traten die Bohnen einen zunächst zögerlichen, später umso fulminanteren Siegeszug in den Rest der Welt an. Heute gilt Kaffee als Alltagsgetränk mit zahlreichen positiven und negativen Wirkungen.

Anwendung von Coffea


Die Homöopathie setzt Kaffee vor allem gegen die Symptome ein, die er auslöst, wenn er in zu hohem Maß konsumiert wird: innere Erregung, damit verbundene Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität und Schwindelzustände. Desweiteren findet Coffea als Mittel gegen Zahnschmerzen und Ohrgeräusche sowie bei Lärmempfindlichkeit, Hyperaktivität und heftig schmerzenden Wehen Anwendung.
Entsprechend dieser Einsatzgebiete verstärken sich Beschwerden durch Aufregung, Gerüche und Lärm; nehmen bei Wärme und im Liegen jedoch ab. Zahnschmerzen werden durch die orale Aufnahme von kaltem Wasser gemindert.

Erscheinungsbild von Coffea


Das auffälligste Merkmal von Coffea ist eine ausgeprägte Schmerzempfindlichkeit, die sich bis zur Hypersensibilität steigern kann. Alle seine Sinne sind geschärft; er ist sowohl geistig wie körperlich ständig (über-) aktiv und reagiert auf Umweltreize wie Geräusche, Gerüche, Schreck, Freude oder Ärger mit starker Erregung.
Diesen nervösen Grundzügen entspricht auch Coffeas äußere Erscheinung: er ist mehr dürr als schmal, geht häufig krumm und errötet bei jeder Gemütsregung.

Darreichungsformen von Coffea


Als Einzelmittel findet Kaffee bereits in niedrigen Potenzen ab D3 Anwendung; als Getränk sollte er aber ausgerechnet von diesen Patienten gemieden werden.

Anwendungsgebiete in der Übersicht

AnwendungsgebietBeschwerden/Symptome
SchlafstörungenKörper und Geist sind erregt und hellwach, unregelmäßiger Herzschlag und schneller Puls. Patient hat intensive Träume, wacht häufig gegen 3.00 Uhr auf.
Zahnschmerzenstechende, schießende Schmerzen, die kommen und gehen. Wangen sind heiß und rot. Verbesserung durch eiskaltes Wasser oder Eiswürfel, Verschlimmerung nachts und durch Wärme.

Anwendungsinformationen

Coffea in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft hilft das Mittel bei nervösen Einschlafstörungen und inneren Unruhezuständen. Auch Kopfschmerzen, die durch Unruhe und Nervosität verursacht sind, können mit Coffea cruda behandelt werden. Unter der Geburt wird Coffea gegeben, um Wehenschmerz und Nachwehen erträglicher zu machen. Hier empfiehlt sich eine Kombination mit Magnesium phosphoricum. Man reicht das Mittel nach der Geburt, wenn Vaginalbeschwerden (Überempfindlichkeit, Schmerzen) auftreten.

Nebenwirkungen von Coffea

Bei der Ersteinnahme kann es vorübergehend zu nervösen Unruhezuständen oder Kopfschmerzen kommen. Die Symptome sind als homöopathische Erstverschlimmerung zu verstehen und sollten nur kurzzeitig andauern. Bei Patienten mit einem hohen Kaffee- bzw. Schwarzteekonsum könnte sich die Wirkung des Mittels verzögern.

Coffea Dosierung

Coffea in Niedrigpotenz (D6) ist angeraten, wenn die Symptomatik spontan und kurzzeitig auftritt. Man gibt hier fünf Globuli bei Bedarf, möglichst jedoch nicht häufiger als fünfmal täglich. Sind die Beschwerden hingegen chronisch, ist eine tägliche Einzelgabe D30 indiziert. Bei Schlafstörungen nimmt man fünf Globuli D12 oder D30 eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Bei schwangerschaftstypischer Schlaflosigkeit wird das Mittel in der Potenz D12 zweimal täglich mit fünf Globuli verabreicht. Es empfiehlt sich grundsätzlich, die Kügelchen in Wasser aufzulösen.

Verbesserung & Verschlechterung

Verbesserung:

  • Hinlegen
  • Ruhe
  • Wärme

Verschlechterung:

  • Aufputschmittel
  • Aufregung
  • Berührung
  • Gerüche
  • Kaffee
  • Kälte
  • Lärm
  • nachts
  • windiges Wetter

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Bitte beachten Sie:

Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch! Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen, Arzt oder Apotheker!

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